Filmtipps
Retrospektive Volker Schlöndorff zu GAST
Volker Schlöndorff hat dazu wegweisende Filme, vor allem Literaturverfilmungen gemacht. „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1976) spiegelt die Stimmung der deutschen Gesellschaft in den 70er Jahren, , „Die Blechtrommel“ brachte ihm 1980 den OSCAR ein, „Homo faber“ erarbeitete er 1991 mit dem schon schwer kranken Max Frisch und auch sein bisher letzter Film: „Ulzhan“ (2007) dreht sich um die Frage des sich zurückziehenden Mannes im Angesicht einer düsterer werdenden Umgebung. Alle diese Filme werden auf dem Filmfestival in Starnberg und Seefeld in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt werden. Wir danken ihm für sein Kommen
WETTBEWERB: 20.30 Uhr Seefeld 1000 Ozeane
CH/Lux 2008, 84 min., Buch und Regie: Luki Frieden, Kamera: Carlo Thiel, mit Max Riemelt, Thierry van Wervecke.
Zwei Freunde, Meikel und Björn, wollen noch einmal ausbrechen, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Sie fahren auf die paradiesische Insel im weiten Ozean. Björn bleibt mit anderen dort. Wieder zu Hause merkt Meikel, dass sich in der Zeit seiner Abwesenheit etwas zugetragen haben muss, über das seine Familie nicht sprechen kann. Meikel fühlt sich immer mehr als Aussenseiter. Besonders sein Vater, dessen Liebling er immer gewesen ist, behandelt ihn unerklärlich ablehnend. Als sich sein Bruder Eric ihm gegenüber etwas öffnet, gelingt es Meikel, Detail um Detail zu rekonstruieren. Und je näher er Björns Geheimnis kommt, begreift er, dass er nicht Björn, sondern sich selbst retten muss. Ein Film, der den Zuschauer bis zur letzten Sekunde rätseln und bangen lässt ....
Russischer Western: 20.30 Uhr Herrsching: Wild field
Dikoe pole, Russand 2008, 108 min., OmeU, Regie: Michail Kalatosischwili mit Oleg Dolin, Roman Madyanov.
Ein bestechender, beeindruckender, tief menschlicher Film mit einer berauschenden Bildsprache und einer berückenden Gelassenheit im Angesicht einer bedrückender werdenden Zivilisation. Kalatosischwilis Film erzählt von einem jungen Arzt, der in der russischen Steppe seinem Beruf nachgeht und dabei mit verschiedenen Herausforderungen, Schicksalen und Leiden konfrontiert wird. Der ärmliche Hof, wo der Mediziner lebt und praktiziert, erscheint dabei wie ein letzter Außenposten der Zivilisation in einem von staatlichen Strukturen nahezu abgeschnittenen, verödeten Lebensraum. In bestechend ruhigen und weiten Bilder werden anhand der Geschichte die Grundlagen menschlicher Existenz erkundet.
WELTPREMIERE. Starnberg, 20.00 Uhr Netz & Würm
Buch und Regie: Walter Steffen, mit Karl Birzle, Johann Lettner, Ludwig Erhard, Maria & Prof. Claus Just, u.v.a.
Der Dokumentarfilm „Netz & Würm – Fischergeschichten vom Starnberger See“ portraitiert 15 Fischer der Fischereigenossenschaft Würmsee und zeichnet mit ihnen ein Gesamtbild der Fischerei am Starnberger See.
Der Film begleitet die Fischerinnen und Fischer in ihre Bootshäuser, auf die Stege, in die Boote, auf den See, in die Fischküchen, an kalten Winter- und sonnigen Sommertagen, bei Regen und Sturm. Er schaut den Fischern über die Schulter bei der Aufzucht der Jungfische, beim morgendlichen Einholen des Fangs, beim Putzen der Fische, beim Flicken der Netze, beim Räuchern und Fischverkauf, kurz: beim alltäglichen Leben.