Jeff Buckley ertrank am 27. Mai 1997, genau an dem Tag, als seine Band in Memphis eintraf, um mit den Aufnahmen für das mit Spannung erwartete zweite Album des Musikers zu beginnen. Sein Tod markierte ein schmerzliches Ende einer vielversprechenden Karriere. Fast zwei Jahrzehnte nach Buckleys unerwartetem Tod erzählt die angesehene Dokumentarfilmerin Amy Berg nun seine Geschichte mit einer gelungenen Mischung aus Zurückhaltung, Einfühlungsvermögen und Emotionen. Sie wählt eine klare chronologische Struktur und profitiert dabei maßgeblich von dem umfassenden Zugang, den ihr von seinen Vertrauten gewährt wurde. Sie interviewt nicht nur seine Mutter, Ex-Partnerinnen, ehemalige Bandmitglieder und viele Weggefährten ausführlich, sondern greift auch auf deren Fotos, Anrufbeantworter-Nachrichten und persönliche Gegenstände zurück. Diese verwebt sie mit umfangreichem Archivmaterial, Zitaten von Buckley selbst sowie impressionistischen Montagen und Animationssequenzen, die die unvermeidlichen Lücken füllen. Der Film schildert seine ungewöhnliche Kindheit als Sohn der Folk-Legende Tim Buckley, seine ersten musikalischen Erfahrungen, seine prägende Zeit im New Yorker East Village und seinen kometenhaften Aufstieg zum Ruhm. Dabei entsteht das Porträt eines einzigartigen Talents, das ebenso mitreißend, fesselnd und berührend ist wie die Musik des Protagonisten.