Dreharbeiten zu einer sehr freien Medea-Adaption in Westafrika, später Premiere in Berlin. Vor und hinter dieser Folie spielt sich ein Meta-Film ab, der in der europäischen Produktionslandschaft seinesgleichen sucht: sinnlich, sozial, interkulturell avanciert, poetisch, mutig. Im Zentrum der Inszenierung steht die fragile Liebesgeschichte der Hauptdarsteller, doch darüber hinaus reflektiert Köhler mit GAVAGAI (der Titel bezeichnet Unklarheiten kultureller Übersetzungen) über menschliche Beziehungen an sich, über Kommunikation und Existenz. Es ist seine intellektuell anregendste Arbeit bislang, philosophisch komplex und emotional eindringlich zugleich.