Einar Schleef: Theatermacher und Gesamtkünstler aus der Mitte Deutschlands. Der aus dem Osten floh und im Westen nie ankam. Der das Theater aus dem Wachkoma riss, sich bis zur Selbstzerstörung an der deutsch-deutschen Wirklichkeit abarbeitete und viel zu früh starb.
Mit überragendem und weitgehend unbekanntem Archivmaterial erschafft Regisseurin Sandra Prechtel ein ungewöhnliches Porträt des Theatermachers und Gesamtkünstlers Einar Schleef. Die Montage aus Interviews, Tagebüchern, Proben und Premieren lässt vor allem Schleef und seine Inszenierungen für sich sprechen. So entsteht das Bild eines widerständigen, verletzlichen Einzelgängers – gefeiert und verhindert zugleich –, der sich an der Bundesrepublik, an deutsch-deutscher Wirklichkeit und an den Verdrängungsmechanismen der Nachkriegsgesellschaft abarbeitete.
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„Behutsam umgeht Sandra Prechtels Film Verklärung und Vereinnahmung eines Künstlers im 20. Jahrhundert, der den Theaterbetrieb doch bis zum Äußersten trieb. Aus biographischen Schlaglichtern fügt sich das Porträt eines so widerständigen wie verletzlichen Einzelgängers mit enfant-terrible-Ruf und Selbstzerstörungspotenzial. Erzählt wird vom Theater und den Verdrängungsmechanismen der Nachkriegsgesellschaft sowie – anders als man es kennt – von deutsch-deutscher Wirklichkeit.“ (Berlinale - Forum, 2026)
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