Man möchte übersetzen, doch man kann nicht, man vermisst jedes Lebenszeichen. Doch das Leben ist wahrnehmbar im Rauschen der Flut, im Wehen des Windes, in den treibenden Wolken, im einsamen Schrei der Vögel. Man muss tief in sich gehen und auf den Herzschlag der Natur hören.
Ein Paar mittleren Alters – verkörpert vom Schweizer Segler Bernard Stamm und der französischen Schauspielerin Clotilde Courau – nimmt an einer Segelregatta auf dem Genfer See teil. Sportlicher Wettbewerb spielt in LE LAC allerdings keine Rolle, denn was Ex- Godard-Kollaborateur Aragno in seinem ersten langen Spielfilm inszeniert, ist eine Ode an eine gesteigerte Wahrnehmung der Natur: Überwasser und Unterwasser, bei Sonnenschein oder Gewitterfront. Der Ton ist dabei so wichtig wie das Bild: das Schlagen der Segel im Wind, die Stille der klaren Sternennacht, das nervtötende Motorrattern eines Ausflugsdampfers. Und immer ist Raum zum Durchatmen.