Wer früher stirbt, ist länger tot

Der elfjährige Sebastian (Markus Krojer) ist ein ganz schönes Früchtchen, dessen Sündenregister für den Knaben selbst kaum einen Zweifel daran aufkommen lässt, dass er dereinst mal in der finstersten Hölle schmoren muss. Getreu dem Motto „Leichen pflastern seinen Weg“ hat Sebastian nämlich schon einiges an Getier ins Jenseits befördert. Als sein Bruder Franz (Franz Xaver Brückner) ihm allerdings zu verstehen gibt, dass Sebastian auch am Tod der eigenen Mutter Schuld hat – wie sonst wäre es zu erklären, dass sein Geburtsdatum identisch ist mit dem Todestag seiner Mutter? – plagen den Jungen doch Gewissensbisse und Phantasien vom Jüngsten Gericht, so dass er schwört, fortan nur noch Gutes zu tun. Und um ganz sicher zu gehen, dass später nicht das Fegefeuer auf ihn wartet, beschließt Sebastian, einfach unsterblich zu werden. Und da er sich nicht ganz sicher ist, wie man dieses hehre Ziel bewerkstelligen kann, fragt er seinen Freund, den Radiomoderator Alfred (Jürgen Tonkel), der das Ansinnen freilich eher metaphorisch begreift. Musik, so der Tipp des Erwachsenen, hat die Fähigkeit, den Menschen zu Unsterblichkeit zu verhelfen. Also bastelt Sebastian nun neben einer Karriere als helfender Engel auch noch an seinem Durchbruch als Musiker – sicher ist sicher. (Kino-Zeit)

Wer früher stirbt, ist länger tot

DE 2006, 106 Min., FSK ab 12 Jahren
Regie:
Marcus H. Rosenmüller
Drehbuch:
Marcus H. Rosenmüller, Christian Lerch
Besetzung:
Markus Krojer, Fritz Karl, Jule Ronstedt, Jürgen Tonkel, Saskia Vester
Kamera:
Stefan Biebl
Filmographie:
2026 Extrawurst
2023–2025 Neue Geschichten vom Pumuckl (TV-Serie und Film)
2024 Der große Sommer
2021 Beckenrand Sheriff
2020 Dreiviertelblut - Weltraumtouristen
2018 Trautmann
2008 Die Perlmutterfarbe
2006 Wer früher stirbt, ist länger tot

Geboren 1973 in Tegernsee, studierte er an der HFF München und schloss 2003 ab. Bereits während des Studiums drehte er preisgekrönte Kurzfilme wie HOTEL DEEPA und KÜMMEL UND KORN. Nach mehreren Folgen der BR-Dokureihe IRGENDWO IN BAYERN gab er 2006 mit WER FRÜHER STIRBT IST LÄNGER TOT sein Langfilmdebüt, das zum Publikums- und Kritikererfolg wurde und mehrere Deutsche Filmpreise erhielt. Es folgten zahlreiche bayerisch geprägte Filme, darunter SCHWERE JUNGS, die Coming-of-Age-Trilogie BESTE ZEIT, BESTE GEGEND und BESTE CHANCE sowie unteranderem RÄUBER KNEISSL und DIE PERLMUTTERFARBE. Auch als Dokumentarfilmer machte er sich einen Namen, etwa mit HUBERT VON GOISERN – BRENNA TUAT'S SCHON LANG, der mit der Romy ausgezeichnet wurde, und später mit DREIVIERTELBLUT – WELTRAUMTOURISTEN (2020), das er gemeinsam mit Johannes Kaltenhauser realisierte. Für sein Wirken um die bayerische Kultur wurde Rosenmüller 2015 mit dem Bayerischen Poetentaler ausgezeichnet.
Wer früher stirbt, ist länger tot

DE 2006, 106 Min., FSK ab 12 Jahren
Regie:
Marcus H. Rosenmüller
Drehbuch:
Marcus H. Rosenmüller, Christian Lerch
Besetzung:
Markus Krojer, Fritz Karl, Jule Ronstedt, Jürgen Tonkel, Saskia Vester
Impressum
Büro- und Lieferadresse: Kino Breitwand - Matthias Helwig - Bahnhofplatz 2 - 82131 Gauting - Tel.: 089/89501000 - info@breitwand.com - Umsatzsteuer ID: DE131314592
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