1. Dampferfahrt und Kurzfilmpreis-Verleihung auf der MS Starnberg, FSFF 2018 (© Jörg Reuther)

  2. PREISTRÄGER der Filmpreise 2018: Ascan Breuer, Eike Goreczka, Arpad Bogdan, Matjaz Ivanisin, Gregor Bozic, Xavier Chotard (© Jörg Reuther)

  3. Abschlussfeier und Verleihung der Filmpreise in der Schlossberghalle Starnberg, FSFF 2018 (© Jörg Reuther)

  4. Verleihung des DACHS-DREHBUCHPREISES, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  5. Kino Breitwand Starnberg, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  6. Dampferfahrt und Kurzfilmpreis-Verleihung auf der MS Starnberg, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

  7. Eröffnungsfilm STYX mit Marieke Oeffinger, Drehbuchautorin Ika Künzel und Matthias Helwig, FSFF 2018 (© Pavel Broz)

Fünf Seen Filmpreis geht an GENESIS von Árpád Bogdán

Rückblick: 12. FSFF
großer Erfolg

Das 12. Fünf Seen Filmfestival (6. bis 15.9. 2018), das wohl größte kulturelle Ereignis in der Region, war ein großer Erfolg. Etwa 120 Filmschaffende stellten ihre neuen Werke persönlich vor. Die Gewinner der Sektionen Fünf Seen Filmpreis, Perspektive Junges Kino, Dokumentarfilmpreis, Publikumspreis, Short Plus und Video Art-Preis wurden bei der Abschlussfeier am Samstagabend gekürt. Festivalleiter Matthias Helwig zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem diesjährigen Festival. Der neue Termin im September habe funktioniert. Auch 2019 wird das Festival im September veranstaltet. Dann unter dem Motto "Raum".

Das 12. Fünf Seen Filmfestival - diesmal mit Termin im September - war ein großer Erfolg. Rund 19 000 Filmfans kamen während der zehn Festivaltage in die Spielstätten in Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling. Rund 120 Filmschaffende stellten ihre Werke auf dem nach München und Hof wichtigsten Filmfestival in Bayern persönlich vor, unter ihnen die Ehrengäste Schauspieler, Autor und Regisseur Josef Bierbichler, Deutschlands wohl erfolgreichster Regisseur Dominik Graf und Editorin Bettina Böhler, die "Meisterin des Schnitts". Gut 100 Filmgespräche wurden geführt, 150 ausgewählte Filme in 276 Vorstellungen präsentiert.
Festivalleiter Matthias Helwig zeigte sich sehr zufrieden: "Die Verlagerung in den September hat funktioniert. Unsere Festivalfreunde haben den neuen Termin angenommen. Und auch das Wetter hat mitgespielt. Wir hatten teils noch sehr sommerliche Stimmungen mit wunderschönem Septemberlicht. Ein Höhepunkt war wieder die schon legendäre cineastische Dampferfahrt auf dem Starnberger See mit der Open-Air-Kurzfilmverleihung und rund 400 Besuchern, ein Event, das deutschlandweit in der Filmfestivallandschaft einzigartig ist." Besonders freue es ihn, dass viele Filme gut besucht waren so wie STYX, DER KLANG DER STIMME, JOY IN IRAN oder WACKERSDORF. Überaus gut angenommen wurde die Kurzfilmreihe in den Spielstätten Kino Breitwand in Gauting und Pfarrstadl in Weßling, mit insgesamt 300 Zuschauern. "Sehr erfreulich war zudem, dass sich viele Menschen Zeit für unsere Zeit-Reihe genommen haben", betonte Helwig weiter. Der "Zeit" war eine Retrospektive gewidmet. Neun ausgewählte Filme, die sich mit dem Phänomen "Zeit" auf denkbar unterschiedliche Weise befassten, wurden auf dem Festival präsentiert, darunter ZWÖLF UHR MITTAGS, der Charly Chaplin-Klassiker MODERNE ZEITEN und ES WAR EINMAL IN AMERIKA in der um 22 Minuten längeren Fassung.
Jurymitglieder und Filmschaffende lobten gleichermaßen wieder die außergewöhnlich hohe Qualität des Festivalprogramms mit hochspannenden Podiumsdiskussionen und Filmgesprächen sowie zwei Uraufführungen, 19 Deutschlandpremieren, 26 Süddeutschlandpremieren und sechs Bayernpremieren. Der Fokus des Festival lag auf dem Film aus Mitteleuropa: Das Filmland Schweiz präsentierte sich mit insgesamt zwölf Produktionen, davon allein mit fünf Deutschlandpremieren. Österreich zeigte acht Produktionen, davon eine Deutschlandpremiere sowie zwei Süddeutschlandpremieren. Auch im kommenden Jahr wird das Fünf Seen Filmfestival im September veranstaltet. Dann unter dem Motto "Raum". Als Eröffnungstermin für das 13. FSFF nannte Festivalleiter Matthias Helwig den 5. September 2019. (5. bis 14.09. 2019)
Am Samstagabend (15.9.), wurden die von den hochkarätig besetzten Jurys prämierten Filme in der Schlossberghalle Starnberg ausgezeichnet:
GENESIS (HU/2018) von Árpád Bogdán geht als Sieger im Hauptwettbewerb um den Fünf Seen hervor. "Mit glühender Intensität, ganz dicht an den Figuren erzählt, konfrontiert uns Regisseur Árpád Bogdán immer wieder mit erschütternd roher Gewalt und der universellen Frage, wer das Recht hat, über Leben und Tod zu entscheiden", heißt es in der Begründung der Jury. Mit dem Filmpreis "Perspektive Junges Kino" wurde LEMONADE (RO/CD/DE/SE 2018) von Ioana Uricaru ausgezeichnet. Der Dokumentarfilmpreis geht an PLAYING MEN (SI/KRO 2017) von Matjaz Invanisin. Mit dem Publikumspreis wurde DER AFFRONT (FR/CY/LE/US 2017) von Ziad Doueiri prämiert. Der Short Plus Award geht an DIE SPIELER (DE/2018) von Samuel Auer und der Video Art Preis an PARADISE LATER (2010) von Ascan Breuer.
Die Gewinner des DACHS-Drehbuchpreises, des Horizonte-Filmpreises und des Kurzfilmpreises waren schon während des Festivals gekürt worden.

Fünf Seen Filmpreis
Gewinner des mit 5000 Euro dotierten Fünf Seen Filmpreis ist GENESIS von Árpád Bogdán. Der Preis ist vom Landratsamt Starnberg gestiftet.
GENESIS erzählt von dem neunjährigen Ricsi, der mit leuchtenden Augen die Welt bewundert, liebevoll seinen Hund umsorgt und seinem Vater verspricht, der im Gefängnis wegen Holzdiebstahls sitzt, gut auf seine Mutter aufzupassen. Er lebt mit ihr in einer abgelegenen Roma-Siedlung auf dem ungarischen Land. Ricsis Familie wird verfolgt, malträtiert und grausam behandelt. In drei Kapiteln werden die Wunden dieser Gesellschaft aufgeblättert.
Begründung der Jury:
"Genesis ist eine cineastische Schöpfungsgeschichte, aus drei Perspektiven erzählt. Gewalttätige Übergriffe auf Roma im heutigen Ungarn vor dem Hintergrund realer Begebenheiten - ein Stoff über die brutale Verfolgung von Minderheiten, wie er aktueller kaum sein könnte und doch viel zu selten im Kino zu sehen ist. Der Blick des neunjährigen Roma-Jungen Ricsi, der die Ermordung seiner Mutter miterleben muss, bleibt einem als Zuschauer unvergesslich. Mit glühender Intensität, ganz dicht an den Figuren erzählt, konfrontiert uns Regisseur Árpád Bogdán immer wieder mit erschütternd roher Gewalt und der universellen Frage, wer das Recht hat, über Leben und Tod zu entscheiden."

Perspektive Junges Kino
Der mit 3000 Euro dotierte, von der Stadt Starnberg gestiftete Nachwuchspreis Perspektive Junges Kino geht an LEMONADE von Ioana Uricaru. Mit diesem Preis werden Filme ausgezeichnet, die das erste oder zweite Werk des jeweiligen Regisseurs sind.
LEMONADE ist Geschichte über den Mut und das Leid einer jungen Frau, der nichts bleibt, als immer wieder über sich ergehen zu lassen, was unausweichlich scheint: "Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach Limonade draus", sagt die Krankenpflegerin Mara aus Rumänien. Sie träumt vom amerikanischen Traum und erduldet unermüdlich sein Zerplatzen an den Behörden, gewalttätigen Männen und rassistischen Polizisten.
Begründung der Jury:
"Der Debütfilm von Ioana Uricaru ist eine Film über Machtmissbrauch und die Suche nach einem besseren Leben, getragen von der starken Hauptfigur. Im Zentrum steht Mara, eine junge, alleinerziehende rumänische Mutter im Kampf gegen das amerikanische Einwanderungssystem. Eindringlich, ehrlich und sensibel gelingt es der Hauptdarstellerin Malina Manuvici den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und uns an ihrer intensiven Gefühlswelt teilhaben zu lassen. Mit ihrem klaren und einfachen Wertesystem wird sie zum Spielball männlicher Gewalt."
Publikumspreis
Mit dem von der Süddeutschen Zeitung gestifteten Publikumspreis in Höhe von 2000 Euro wird der Film DER AFFRONT (2017) von Ziad Doueiri ausgezeichnet.
Der im Libanon spielende Film DER AFFRONT erzählt die Geschichte eines Gerichtsstreits und ist mehr als eine spannende Parabel über Ursache und Wirkung oder die Auswüchse männlicher Egos. Der Film zeigt die Traumata eines Landes und seiner Einwohner, die aus der Vergangenheit heraus bis in die Gegenwart wirken.
Dokumentarfilmpreis
Der mit 3000 dotierte Dokumentarfilmpreis geht an PLAYING MEN von Matjaz Ivanisin. Der Preis ist von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg gestiftet.
PLAYING MEN handelt von Männern, die die Zeit verspielen und darin aufgehen. Ironie, Humor, Verständnis - wie sind Männer? Spielerisch, romantisch, einsam, im Wettbewerb. Wie die ölgetränkten, sich messenden Körper auf dem Sportplatz oder in dem Wettbewerb um den vom Hügel bis ins Tal rollenden Käse. Würden Frauen auf solch absurde Ideen kommen? Und sich daran freuen?
Begründung der Jury:
"Wir - die weibliche Jury - haben sich entschieden den Dokumentarfilmpreis des diesjährigen Fünf Seen Filmfestivals einem Film zu verleihen, der ausschießlich männliche Protagonisten zeigt. Matjaz Ivanisin schaut Männern beim Spielen, Austarieren, Demonstrieren und auch Verlieren zu. Es geht um die Positionierung des Mannes im Männlichen. Archaisch, aggressiv, lustvoll, lustig, auch lüstern. Wir begegnen Männern in der Türkei, Slowenien, Kroatien und Italien - bei unterschiedlichen Spielen. Seine Herangehensweise, die verschiedenen Begegnungen in essayistischen Einzeltableauts darzustellen, hat uns einstimmig überzeugt."

Short Plus Award
Der mit 500 Euro dotierte Short Plus Award geht an DIE SPIELER von Samuel Auer. Der seit 2011 vergebene Preis ist von der Gemeinde Weßling gestiftet. Mit diesem Format wird dem mittellangen Film (20 bis 60 Minuten) eine Plattform gegeben.
DIE SPIELER handelt von einer Pokerspielrunde im Hinterzimmer eines türkischen Cafés in Berlin und den Folgen, die ein junger Spieler verursacht.
Video Art Preis
Der mit 500 Euro dotierte Video Art Preis geht an PARADISE LATER von Asca Breuer. Der Preis ist von der Stephan und Christoph Kaske Stiftung gestiftet, die sich hauptsächlich für zeitgenössische Musik, aber auch in der bildenden Kunst und im Kunstfilm engagiert.
PARADISE LATER des in Wien arbeitenden Dokumentarfilmers Asca Breuer ist eine Art dokumentarische Literaturverfilmung. Der verwendete Text ist ein Destillat aus Josef Conrads "Herz der Finsternis" von 1899, den Ascan Breuer aus dem Belgisch-Kongo des ausgehenden 19. Jahrhunderts ins Indonesien des 21. Jahrhundert transferiert. Es gelingt ihm meisterlich einen Bogen zu spannen zwischen der fundamentalen Zivilisationskritik des Ausgangstextes und den berührenden Bildern vom Leben der Ärmsten in einer indonesischen Megacity. Er umfasst einen Zeitraum von 120 Jahren, von den Auswüchsen des Kolonialismus bis zu denen des Turbokapitalismus.
Die Jurys
In der Jury für den Fünf Seen Filmpreis und den Nachwuchspreis Perspektive Junges Kinos saßen Markus Aicher, Johanna Bittenbinder, Felicitas Darschin, Till Derenbach, Tobias Hermann und Nobert Lechner. Die Jury für den Dokumentarfilmpreis war mit Alice Agneskirchner, Gabriela Bussmann und Sandra Trostel besetzt. In der Jury Horizonte Filmpreis waren Kristian Gründling, Angelika Mrozek-Abraham und August Pflugfelder, in der für den Dachs Drehbuchpreis Dirk Ahner, Benedikt Röskau und Natalie Spinell.
Insgesamt gab es auf dem 12. Fünf Seen Filmfestival neun Wettbewerbe.
Den Dachs Drehbuchpreis gewann das Autorenteam Hans Weingartner und Silke Eggert von 303, der Horizonte Filmpreis ging an KINDER UNTER DECK von Bettina Henkel, der Kurzfilmpreis "Das goldene Glühwürmchen" an REALITÄT von Lucas Thiem.

Hauptpartner des FSFF sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind BR, B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.

Information: www.fsff.de; facebook: fünf seen filmfestival

Preisverleihung und Filmgespräch erstmals in der Evangelischen Akademie in Tutzing

Horizonte-Filmpreis geht an KINDER UNTER DECK

Der Horizonte-Filmpreis geht in diesem Jahr an den Film KINDER UNTER DECK von Bettina Henkel. Erstmals wurde die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung in der Evangelischen Akademie in Tutzing verliehen, die auch Kooperationspartner des Fünf Seen Filmfestivals ist. "Kino ist Bildung, weil Kino Fragen in den Mittelpunkt, die uns und unser Leben betreffen", sagte Akademieleiter Udo Hahn bei der Preisverleihung am Donnerstagabend (13.9.).

"KINDER UNTER DECK ist ein Film über Flucht und Vertreibung, und darüber, wie die damit verbundenen Traumata über Generationen weitergegeben werden. Eine junge Frau begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit und erzählt ihre sehr persönliche, deutsch-baltische Familiengeschichte, deren universelle und hochaktuelle Themen jedoch weit darüber hinaus weisen: Was ist Heimat, und was bedeutet es, diese zu verlieren? Mit einfachsten Mitteln und vor allem durch die große Nähe zu seinen Protagonisten erzeugt KINDER UNTER DECK eine große Intensität, die nachhaltig bewegt", hieß es in der Begründung der Jury, die Jury-Mitglied und Mediengestalterin Angelika Mrozek-Abraham verlas. Außerdem regte die Jury an, den Film in das Programm der Bundeszentrale für politische Bildung aufnehmen zu lassen, damit ihn auch Schüler zu sehen bekommen.

Festivalleiter Matthias Helwig: "Es freut mich sehr, dass KINDER UNTER DECK ausgezeichnet wurde, weil gerade dieser Film besonders gut zu unserem Festivalmotto "Zeit" passt. Ich denke, es wurde damit von der Jury ein Film ausgewählt, der eigentlich jeden in Deutschland anspricht, der zur zweiten Nachkriegsgeneration gehört. Das Werk von Bettina Henkel leistet zu diesem Thema einen wichtigen Beitrag."

In welcher Welt befinden wir uns? Wie können wir sie verbessern? Wo Hoffnung finden? Das sind die Themen des Horizonte-Wettbewerbs des Fünf Seen Filmfestivals gepaart mit den philosophischen Fragen nach dem Sein. Erstmals öffnete die Evangelische Akademie in Tutzing ihre Pforten für das Fünf Seen Filmfestival, in diesem Jahr für die Verleihung des Horizonte- Filmpreises, der auch von der Evangelischen Akademie gestiftet wird (13.9.) . Zu verdanken ist das Preisgeld dem Sponsor Bruderhilfe - Versicherer im Raum der Kirchen, der die Akademie unterstützt.
Die Akademie ist mit Festivalleiter Matthias Helwig in einem weiteren Projekt verbunden: dem "Film des Monats", der an jedem ersten Mittwoch eines Monats im Kino Breitwand Starnberg gezeigt und im Anschluss analysiert wird.

Nach der Preisverleihung sprach der profilierte BR-Kulturjournalist Moritz Holfelder mit Ehrengast Bettina Böhler, der Meisterin des Filmschnitts, über "Am Herzschlag des Films, der Schnitt als Rhythmusgeber". Anhand von drei Filmausschnitten aus der Arbeit von Bettina Böhler wurde über das Editieren von Filmmaterial diskutiert. Wie wird es zusammengefügt? Was wird weggelassen und aus welchem Grund? Was ist nötig für Dramatik und Aussage des Films?

Insgesamt waren in der Reihe Horizonte neun Filme zu sehen: Vergangenheit, Herkunft, aber auch Vergänglichkeit und der Tod wurden in drei Filmen als Thema aufgenommen: "Copy, Paste, Delete", "Das Leben vor dem Tod" und "Kinder unter Deck. Unsere nächste Umwelt, die Flüchtlingspolitik, die Konsequenz aus dem hemmungslos herrschenden Kapitalismus mitsamt seiner Forderung an die Genetik beschäftigten die Filmemacher in "Bittere Ernte", "Dark Eden", "Genesis 2.0" und "Willkommen in der Schweiz". Einen positiven Gegenentwurf fand Fernand Melgar "In der Philosophenschule", einer Einrichtung für behinderte Kinder. Da ging es um den Menschen und seine großartigen Fähigkeiten.

Bettina Böhler gilt als Meisterin der Montage (Katja Nicodemus in "Die Zeit"), als große Unsichtbare des deutschen Kinos. Jüngst hat sie Christian Petzolds wunderbaren Film "Transit" geschnitten. Seit weit mehr als 30 Jahren montiert Bettina Böhler Filme. "Der Begriff Cutter entstand nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland. Vorher hießen wir Schnittmeister", sagte Böhler. Ein Cutter sei eigentlich ein Teppichmesser. "Mit dem habe ich nie gearbeitet. Wir zertrennen das Material nicht, sondern fügen es zusammen. Unsere Arbeit ist Montage." Als Filmeditorin war Böhler auch für Nicolette Krebitz, Oskar Roehler, Margarethe von Trotta, Najwa Najjar, Angelina Maccarone, Thomas Arslan, und Susanna Salonen tätig. Im Jahr 2000 wurde sie mit dem deutschen Schnittpreis ausgezeichnet, 2007 mit dem Bremer Filmpreis und Femina Filmpreis sowie 2012 mit dem Preis der Deutschen Filmkritik. "Bei Böhler ist der Cut kein Schnitt, sondern die Herstellung einer Beziehung", schreibt "Die Zeit"-Redakteurin Katja Nicodemus.

Hauptpartner des fsff sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind BR, B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.

Information: www.fsff.de

Kurzfilm von Gian Suhner mit ältestem Preis des Festivals ausgezeichnet

Goldenes Glühwürmchen an REALITÄT vergeben

Das "Goldene Glühwürmchen" - der älteste Preis des Fünf Seen Filmfestivals FSFF - geht in diesem Jahr an den Kurzfilm REALITÄT von Gian Suhner. Co-Regisseur und Drehbuchautor Sebastian Ladwig nahm die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung am Dienstagabend (11.9.) während der legendären Dampferfahrt über den Starnberger See entgegen. Auf den zweiten und dritten Platz in der Publikumswertung auf dem Dampfer kamen KLIMAWANDEL von Lukas Baier und HAUT von Nancy Camaldo. In diesem Jahr waren aus insgesamt 400 Einsendungen 35 Kurzfilme mit einer Filmlänge von bis zu 25 Minuten ausgewählt worden, um in drei Programmen die drei Finalisten zu finden.
Der sieben Minuten lange Kurzfilm REALITÄT handelt von der Vorsitzenden einer rechten Partei (dargestellt von Esther Esche), die mit ihrem Assistenten in einer Limousine auf dem Weg zum Flughafen ist. Während der Fahrt tauscht sie sich mit dem Fahrer aus. Dieser - mit Migrationshintergrund - lässt sie schlussendlich am Berliner Geisterflughafen BER stehen. "Wir wollten uns mit der Sprache der Rechten auseinandersetzen und sie demaskieren und bloß stellen", erläutert Sebastian Ladwig. Die ehemalige AfD-Vorsitzende Frauke Petry habe dabei als Vorbild gedient. Der Film sei ohne großes Budget nachts in Berlin gedreht worden. Ladwig bezifferte die Produktionskosten mit 400 Euro. "Ein richtiger Guerilla-Film", hob BR-Moderatorin Jutta Prediger hervor.
Die deutschlandweit einzigartige cineastische Dampferfahrt auf einem Filmfestival fand in diesem Jahr bei schönster Sonnenuntergangsstimmung und lauen Spätsommertemperaturen statt. "Ich mag diese Spätsommerabende mit dem wunderschönen Septemberlicht sehr", betonte Festivalleiter Matthias Helwig. Die Verlegung des Festivals in den September habe sich als richtig erwiesen. "Wir sind sehr zufrieden." Mit gut 400 Gästen auf der MS Starnberg war die abendliche Umrundung des Starnberger Sees ausverkauft. Auf zwei Leinwänden wurden den Filmfans die drei Kurzfilme aus der Endauswahl sowie der Stummfilmklassiker NEVER WEAKEN ("Nur nicht schwach werden") mit dem großartigen Harold Lloyd präsentiert. Dazu spielte der Münchner Pianist Bernhard Zink live auf dem Klavier. Beim Dampferpublikum wurde das Programm mit großer Begeisterung aufgenommen.
Das "Goldene Glühwürmchen" wurde erstmals 1999 - damals noch auf den Breitwand-Open-Air-Kinos - vergeben. Der Preis im Wert von 500 Euro wird vom Weitwinkel-Verein e.V. gestiftet. Damit verbunden ist ein Wellness Wochenende im Seehotel Leoni am Starnberger See.

Information: www.fsff.de

Schneller langsam. Schlendernde Poesie in rasenden Zeiten

Dichtung und Film

Die Poesie schöpft ihre Kraft nicht nur aus schnellen Rhythmen, sondern gewinnt ihren Zauber insbesondere aus der stillen Beobachtung des Kleinen und Unscheinbaren. Der Schweizer Schriftsteller und Literaturkritiker Nicola Bardola verfasste neben zahlreichen Gedichten vieldiskutierte Romane wie »Patt« und »Schlemm« sowie Biographien zu John Lennon oder Yoko Ono. Zusammen mit der Münchner Poetin Gabriele Trinckler und dem vielfach ausgezeichneten Lyriker und Verskabarettisten Anton G. Leitner spürt er dem Lauf der Zeit nach. Als Special Guest kommt die junge Ammersee-Poetin Anna Münkel und liest aus ihrem Werk "Spiegeldei".

Anschließend:
Paterson
USA, 2016 | 123 Min. | Buch und Regie: Jim Jarmusch | Darsteller: Adam Driver, Golshifteh Farahani, Barry Shabaka Henley, Rizwan Manji, Masatoshi Nagase u. a.

Der Busfahrer Paterson lebt in der gleichnamigen Kleinstadt in New Jersey und schreibt Tag für Tag in seiner Mittagspause Gedichte. Während er der Ruhepol ist, um den die Stadt kreist, jagt seine Ehefrau Laura wilden Träumen hinterher. Patersons Gedichte verfasste der bekannte US-amerikanische Lyriker Ron Padgett eigens für den Film, der von vielen weiteren dichterischen Bezügen durchzogen ist, denn schließlich setze bereits William Carlos William der Stadt Paterson ein fünfbändiges poetisches Denkmal.

Die Reihe »Dichtung + Film« ist eine Veranstaltung des Fünf Seen Filmfestivals (www.fsff.de) in Kooperation mit der Zeitschrift DAS GEDICHT(www.dasgedicht.de). Mit freundlicher Unterstützung des Landratsamts Starnberg.

Nicola Bardola, 1959 in Zürich geboren, veröffentlichte als Student an der Universität Bern erste Gedichte und schrieb 1984 an der Universität Zürich im Fach Germanistik seine Lizentiatsarbeit über Theorien moderner Lyrik (u. a. zu Nicolas Born, Rolf Dieter Brinkmann, Jürgen Theobaldy). Seither lebt er in München, wo er seine Kolumne »Lyrik Revue« zunächst für das Münchner BuchMagazin betreute und für die Süddeutsche Zeitung sowie die NZZ schrieb. Neben vieldiskutierten Romanen wie »Patt« und »Schlemm« sowie Biographien zu John Lennon oder Yoko Ono veröffentlichte er Gedichte in Zeitschriften und Anthologien, übersetzte Eugenio Montale ins Deutsche und war Mitbegründer der Initiative Junger Autoren (IJA). Internet: www.bardola.de


Anton G. Leitner, geboren 1961 in München, publizierte bislang zwölf lyrische Einzeltitel, zuletzt »Schnablgwax. Bairisches Verskabarett«. In seinem Verlag in Weßling gibt er seit 1993 die buchstarke Zeitschrift DAS GEDICHT heraus, die von Herbst 2017 bis Sommer 2018 bundesweit ihr 25. Jubiläum feierte. Darüber hinaus edierte er über vierzig Anthologien. Mit seiner Sammlung »Ois is easy. Gedichte aus Bayern« hat er den weiß-blauen Freistaat lyrisch neu kartografiert. Zuletzt erschienen bei Reclam seine Sammelbände »Heimat. Gedichte« (2017) und »Der Himmel von morgen. Gedichte über Gott und die Welt« (2018). Leitner wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem V. O. Stomps-Preis der Stadt Mainz, dem Bayerischen Poetentaler und zuletzt mit dem Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung (2016). Er ist Mitglied der Münchner Turmschreiber.
Internet: www.AntonLeitner.de und www.dasgedicht.de.

Gabriele Trinckler, geboren 1966 in Berlin, lebt seit 1999 in München. Sie arbeitet als Verlagsassistentin und Lektorin im Anton G. Leitner Verlag, Weßling. Außerdem ist sie Redakteurin der Zeitschrift DAS GEDICHT. 2018 erschien ihr jüngstes Lyrikbändchen »hase im grübchen« im Rahmen des Projekts »Literaturautomat« in Düsseldorf. Sie ist Herausgeberin von bislang dreizehn Anthologien, u. a. im dtv: »Gedichte für Reisende« und »Weihnachtsgedichte« (beide zusammen mit Anton G. Leitner).

Anna Münkel, geboren 2001 in Berlin, lebt seit 2005 am Ammersee. Mit zwölf veröffentlichte die ehemalige Schülerin der Montessorischule Inning ihren ersten Gedichtband. Mit Anton G. Leitner trat sie bereits im Literaturhaus in München auf und nahm am Poetenwettstreit um den Lyrikstier teil. In ihren Gedichten greift sie Alltagsbeobachtungen auf, aber auch das Leben auf dem Land. Mit den Einnahmen aus ihrem jüngstes Werk "Spiegeldei" unterstützt sie Waisenkinder in Kenia.

Schneller langsam. Schlendernde Poesie in rasenden Zeiten
Mi, 12.9.2018, 19:30 Uhr im Kino Breitwand Schloss Seefeld
(Schloßhof 7, 82229 Seefeld-Hechendorf), Eintritt: € 15,-

Hauptpartner des FSFF sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind B2, BR und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.


Information: www.fsff.de


Am 12. September wird MAHLZEITEN im Kino Starnberg gezeigt

Große Edgar-Reitz-Retrospektive startet

Edgar Reitz ist einer der bedeutendsten deutschen Filmregisseure. Diesem großen Meister der Erzählkunst widmet das Filmhaus nun eine umfassende Werkschau, mit der erstmals nahezu das komplette filmische Schaffen in einer Retrospektive zusammengefasst und in neuen restaurieren und digitalisierten Fassungen präsentiert wird. Sein Werk umfasst mehr als 40 Dokumentar- und Spielfilme, darunter MAHLZEITEN (1967). Mit diesem Werk wird während des Fünf Seen Filmfestivals die große Edgar-Reitz-Retrospektive am 12. September um 20 Uhr im Kino Breitwand Starnberg gestartet. Jeweils sonntags und mittwochs werden von September bis Ende des Jahres neben der HEIMAT-Trilogie alle Filme von Edgar Reitz präsentiert, darunter auch die REISE NACH WIEN (1973), STUNDE NULL(1977) und DER SCHNEIDER VON ULM (1978).

Mit seiner international gefeierten HEIMAT-Trilogie hat Edgar Reitz Filmgeschichte geschrieben. HEIMAT war Mitte der 1980er Jahre eine der erfolgreichsten Filmreihen, auch international, und wurde mit vielen Preisen geehrt. Es folgten die DIE ZWEITE HEIMAT, ein Rückblick in die bewegten 60er- und 70er Jahre, und HEIMAT 3, die die jüngste Episode deutscher Geschichte mit dem Mauerfall und der Immigration von Ost nach West thematisiert. 2012 realisierte Reitz dann den großen Kinofilm DIE ANDERE HEIMAT über die Auswanderung der Hunsrücker nach Brasilien im 19. Jahrhundert.

Autorenteam von 303 ausgezeichnet

DACHS Drehbuchpreis

Das Autorenteam des Liebesroadmovies "303" ist beim diesjährigen Fünf Seen Filmfestival FSFF mit dem DACHS Drehbuchpreis ausgezeichnet worden. Silke Eggert (Co-Autorin) nahm für sich und Hans Weingartner (Buch und Regie) die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung beim gemeinsamen Empfang der Drehbuchautoren vom Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und Mixtvision am 8. September in Starnberg entgegen. Der DACHS Drehbuchpreis wird von Mixtvision gestiftet und wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Preisverleihung und Empfang erfolgen im Rahmen der Film- und Veranstaltungsreihe Fokus Drehbuch. Mit dem DACHS Drehbuchpreis wird das beste Drehbuch eines Films aus Deutschland (D), Österreich (A), der Schweiz (CH) und Südtirol (S) ausgezeichnet.

"Das Drehbuch zu dem Film ‚303‘ hat den Mut, sich seinem Thema ‚Liebe‘ völlig hinzugeben und es in vielen Facetten zu zeigen. Dabei erzählen die Autoren ihre Geschichte präzise, strukturieren hervorragend und bleiben mit großer Konzentration immer bei ihren Figuren", heißt es in der Begründung der Jury. Das Buch ‚303‘ sei ein großes Lesevergnügen, das sich auch die Zeit nimmt für spannende, kontroverse Themen, die nicht nur angerissen, sondern mit jugendlicher Leidenschaft ausdiskutiert werden. (…) "Es (das Drehbuch – Anm. der Redaktion) ist romantisch, ohne kitschig zu sein und es ist ein echtes Roadmovie, bei dem man immer weiß, dass diese Reise getan werden musste. ‚303‘ ist ein Film, der für das Kino und die Zuschauer gemacht wurde!"

„303“ (Buch und Regie: Hans Weingartner; Co-Autorin Silke Eggert) erzählt die Geschichte von Jan und Jule. Ihre gemeinsame Reise durch Belgien, Frankreich und Spanien nach Portugal ist gespickt mit klugen und emotionalen Dialogen. Langsam, aber wortreich, verlieben sich die Beiden auf dieser Reise und liefern sich dabei Streitgespräche, Theorien und Thesen über Selbstmord, Altruismus und Egoismus und finden doch letztlich zur Liebe.

"Für uns bei Mixtvision steht immer eine gute Geschichte im Vordergrund. Daher gefällt uns das von der Jury ausgewählte Drehbuch sehr. In ,303' gelingt es ganz besonders gut, den Leser mit auf eine Reise zu nehmen, sich einzulassen auf die Gedanken- und Gefühlswelten von Jan und Jule, die große Authentizität vermitteln, und auf die Spannung der sich langsam entwickelnden Liebe, was ganz wesentlich der intensiven und klugen Drehbucharbeit des Autoren-Duos zu verdanken ist. Als Preisstifter freuen wir uns, dass wir den DACHS 2018 für das beste deutschsprachige Drehbuch an den Film ‚303‘ vergeben dürfen, und wir gratulieren dem Autor und Regisseur Hans Weingartner und der Co-Autorin Silke Eggert sehr herzlich! ", heißt es von Mixtvision.

Festivalleiter Matthias Helwig: "Hans Weingartner und Silke Eggert haben den erzählerischen Mut, in ‚303‘ die übliche und gängige Spielfilm-Struktur zu durchbrechen und eine Liebesgeschichte bzw. ein Roadmovie der Wirklichkeit anzugleichen. Sie haben es geschafft, Dialoge zu formulieren, die das Leben schreibt. Und zwar in einer nicht film-üblichen Weise: Dialoge werden ausformuliert, Gespräche werden ausdiskutiert. Das Drehbuch nimmt sich Zeit für diese Gespräche. Und auch die jungen Leute werden in ihrer ganzen Vielfalt und mit all ihren Brechungen dargestellt."

Brigitte Drodtloff, VDD: „Wir freuen uns sehr, dass der DACHS-Drehbuchpreis zu einer festen Größe der Reihe FOKUS DREHBUCH geworden ist. In diesem Jahr haben wir uns bei Fokus Drehbuch wie beim Festival auch dem Thema Zeit gewidmet. Umso erfreulicher ist es, dass das Preisträger-Buch ‚303‘ beeindruckend zeigt, wie über den unkonventionellen Umgang mit Erzählzeit eine ganz besondere Nähe zum Geschehen und den Figuren entstehen kann.“

Seit nunmehr sieben Jahren hat das Fünf Seen Filmfestival als einziges deutsches Filmfestival mit Fokus Drehbuch eine Film- und Veranstaltungsreihe, die das Drehbuch in den Mittelpunkt stellt und sich mit dessen Bedeutung im Entstehungsprozess des Films beschäftigt. In diesem Jahr beleuchtet Fokus Drehbuch das Thema "Zeit" mit den Facetten, die für Drehbuchautoren wichtig sind: Zeit für Recherche und Stoffentwicklung, große Geschichten und erzählte Zeit. In der Filmreihe Fokus Drehbuch wurden in diesem Jahr auf dem FSFF die sechs Filme gezeigt, die für den DACHS Drehbuchpreis nominiert waren: "303" (DE 2018; Regie: Hans Weingartner, Buch: Hans Weingartner, Silke Eggert), "Blue My Mind" (CH 2017; Buch und Regie: Lisa Brühlmann), "Das schweigende Klassenzimmer"(DE 2018; Buch und Regie: Lars Kraume), "Gatekeeper" (A 2017; Buch und Regie: Loretta Pflaum, Lawrence Tooley), "In my room" (DE/IT 2018; Buch und Regie: Ulrich Köhler) und "Styx" (DE 2018; Regie: Wolfgang Fischer, Buch: Wolfgang Fischer, Ika Künzel).

Fokus Drehbuch ist eine Veranstaltung des Verbands Deutscher Drehbuchautoren in Zusammenarbeit mit dem Fünf Seen Filmfestival, unterstützt von der FFA und Mixtvison.


www.fsff.de


Zeitgebunden

Nue Ammann präsentiert in der Schlossberghalle "Zeitgebunden"

Kunstinstallation zum Festival-Motto Zeit

Zum diesjährigen Fünf Seen Filmfestival fsff präsentiert die Dießener Wortkünstlerin Nuë Ammann ihre "Zeit"-Installation in der Starnberger Schlossberghalle. "Wenn Zeit Geld ist, ist es nicht verwunderlich, dass viele, die keine Zeit haben, sich entschließen, sich mehr Zeit zu nehmen." Mit diesem Satz lädt Nuë Ammann den Betrachter und Leser ihrer Text-Installation "Zeitgebunden" ein, sich auf eine gedankliche Achterbahnfahrt zu begeben auf der Suche nach dem Wesen der Zeit. Die Installation wird zur Eröffnung des Filmfestivals am 6. September präsentiert und ist in der Schlossberghalle bis zum 15. September zu sehen.

Es ist ein durchdachtes Verwirrspiel, das mit hintersinnigem Wortwitz und verbalen Absurditäten unser Verhältnis zur Zeit schlaglichtartig beleuchtet: vom Zeitgeist und seinen Zeugen ist da die Rede, ebenso wie von Zeitrahmen und seinem Verhältnis zum Zeitfenster, oder dem medizinischen Potential der Zeit. Dass der Titel der Arbeit mit dem formalen Aufbau einer angedeuteten Lebensabschnittsgemeinschaft korrespondiert, ist ein weiterer Looping in der von ihr installierten Zeitschleife, ebenso wie die Rekord-Schiefertafel, auf der die Künstlerin die Betrachtungszeit des Publikums dokumentiert.
Festivalleiter Matthias Helwig: "Zeit ist in unserer schnelllebigen Gesellschaft ein großes Thema. Die Zeit, die uns fehlt, die Zeit, die wir brauchen, die Zeit, die wir haben. Zeit, die sich dehnt, und Zeit, die sich auf einen Moment verkürzt. Dies alles abgebildet im Film, im Rhythmus des Schnitts oder in der Länge der Formate Kurzfilm, Spielfilm, Epos oder Serie."

Nuë Ammann arbeitet seit 2008 als freischaffende Künstlerin und Kulturjournalistin. In ihrer künstlerischen Arbeit verbindet sie Text und Objekt zu begehbaren Inszenierungen, sogenannten "Text-Installationen". Die dabei verwendeten Aphorismen, Apologe und Gedichte sind selbstverfasst und mäandern inhaltlich zwischen Poesie und Philosophie. Zuletzt zeigte sie ihre Arbeiten auf Schloss Seefeld, in Herrsching, in Fürstenfeldbruck, in Landsberg und auf der ArtMuc in München.

Information: www.fsff.de

JOY IN IRAN

Walter Steffen präsentiert JOY IN IRAN

Weltpremiere auf dem Fünf Seen Filmfestival

Sie bringen Kinder wie Erwachsene zum Lachen, in Waisenhäusern, psychiatrischen Kliniken, Flüchtlingscamps oder auch in Schulen für Straßenkinder. Mit Humor und Menschlichkeit zaubern die Clowns „Hipp“,“Hepp“ und „Hupp“ alias Susie Wimmer (aus Weilheim), Andreas Schock und Dr. Monika Single Freude in die Gesichter ihrer Zuschauer. Mit der Kamera begleitete der Regisseur Walter Steffen die „Clowns ohne Grenzen“ auf ihrer Auftrittsreise durch den Iran. Nun feiert der neue Film des wohl bekanntesten Filmemacher im bayerischen Oberland Weltpremiere. Am 7. September wird JOY IN IRAN auf dem Fünf Seen Filmfestival in der Starnberger Schlossberghalle gezeigt. Im Vorprogramm sind die einmaligen Clowns "Hipp", "Hepp" und "Hupp" zu erleben. Am 10. September wird der Film ein zweites Mal auf dem Filmfestival präsentiert. Dazu eingeladen sind die Rotary Clubs der Region, die das Projekt finanziell unterstützt haben. Walter Steffen möchte sich dabei für die rotarische Hilfe bedanken.

JOY IN IRAN ist ein außergewöhnlicher, berührender und gleichzeitig sehr humorvoller Film, der ein bewegendes und vor allem menschliches Porträt des Iran zeichnet und im Gegensatz zu vielen aktuellen Medienberichten über dieses Land steht. "Selten habe ich so viel Glück gesehen, als während und nach den Auftritten der Clowns im Iran", betont Steffen. Der Film erzählt auch die unglaublich wahre Geschichte des iranischen Tourguides Reza Abedini. Während der Reise wird der smarte junge Mann aus Teheran vom "Clowns-Virus" infiziert und steht am Ende vor seinen eigenen Landsleuten auf der Bühne. JOY IN IRAN ist eine filmische Reflektion über die Nächstenliebe und die heilsame Kraft von Humor und geteilter Freude - im Iran und anderswo auf der Welt.

"In den vergangenen fünf Jahren der Vorproduktion und schließlich mit den Dreharbeiten von JOY IN IRAN im Jahr 2017 wurde dieses Projekt für mich eine meiner wichtigsten Erfahrungen. Nicht nur weil ich im Iran inoffiziell drehen musste, da ich leider für mein Team und mich keine Journalisten-Visa erhielt, sondern auch weil ich während der Dreharbeiten eine meiner intensivsten und gleichzeitig glücklichsten Zeiten erleben durfte", berichtet Walter Steffen. "Die Menschen in diesem dämonisierten Land haben die Clowns und mich mit so viel Wärme, offenem Herzen und wahrhaftiger Gastfreundschaft empfangen, wie ich es trotz meiner vielen Reisen in viele Länder der Welt bisher noch nicht erlebt habe." Steffen hofft, dass sein Film national aber auch internationel dazu in der Lage sein wird, die Arbeit der "Clowns ohne Grenzen" dabei zu unterstützen, in den Krisengebieten der Welt Humor, Liebe und Freude zu verteilen.

Der in Seeshaupt am Starnberger See lebende Dokumentarfilmer hat mit seiner erfolgreichen Kinodokumentation HAPPY WELCOME schon einmal im Herbst 2015 die Arbeit der „Clowns ohne Grenzen“ porträtiert und sie damit stark gefördert. Damals zeigte Steffen auf, wie sie Freude in triste deutsche Flüchtlingsunterkünfte brachten. Die Clowns sind ähnlich wie „Ärzte ohne Grenzen“ weltweit unterwegs. Im Iran waren sie in Teheran, in der Region von Kerman und in der Pilgerstadt Maschhad im Osten des Landes unterwegs. Auch JOY IN IRAN ist ein soziales Kinofilm-Projekt, das die wichtige Arbeit der „Clowns ohne Grenzen“ in Deutschland und weltweit unterstützt. Durch den Film sollen möglichst viele Menschen von ihrem ehrenamtlichen Wirken für traumatisierte Kinder in Krisengebieten erfahren.

Auf dem Fünf Seen Filmfestival läuft der Film läuft in der Reihe Mitteleuropa - Publikumspreis.
Der deutsche Kinostart für JOY IN IRAN ist für Januar 2019 terminiert.

JOY IN IRAN, Weltpremiere mit den Mitwirkenden und dem Team am 7. September, 19.30 Uhr in der Schlossberghalle Starnberg, Vogelanger 2, 82319 Starnberg,
Vorprogramm mit den Clowns "Hipp", "Hepp" und "Hupp"

Feierliche Eröffnung

Minister Eisenreich: Festival leistet wichtigen Beitrag für Demokratie

Fünf Seen Filmfestival mit STYX und viel Prominenz eröffnet

Das malerisch gelegene 12. Fünf Seen Filmfestival ist am Donnerstag mit dem Hochseedrama "Styx" des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer eröffnet worden. Zu dem gesellschaftlichen Ereignis in der Starnberger Schlossberghalle kamen mehr als 400 Gäste, darunter auch viel Prominenz aus Politik und Kultur sowie vom Film. Über den blauen Teppich schritten unter anderem die Schauspielerinnen und Schauspieler, Monika Schwarz, Johanna Bittenbinder, Jule Ronstedt und Jürgen Tonkel sowie die Filmemacher Walter Steffen ("Joy in Iran") und Tobias Herrmann, die Regisseurin Felicitas Darschin, der Produzent Till Derenbach sowie Kurt Tykwer, der Leiter des Filmforums Landsberg Zur Eröffnung würdigte der bayerische Staatsminister für Digitales, Medien und Europa, Georg Eisenreich (CSU), das Fünf Seen Filmfestival als eines der renommierten Filmfeste in Süddeutschland, das sich nicht zu verstecken brauche. Weiter sagte er: "Der Blick in die Welt zeigt, dass unsere Werte nicht selbstverständlich sind." Auch das Fünf Seen Filmfestival leiste einen wichtigen Beitrag für eine lebendige Demokratie. Auf der Bühne erläuterte Festivalleiter Matthias Helwig den Spirit des Festivals. "Es steht für die Menschen, die Werte und großes Kino. Nehmen Sie sich Zeit für das Festival, die Filme und für sich", betonte Helwig in Anspielung auf das diesjährige Festival-Motto "Zeit".
Auch in dem Eröffnungsfilm "Styx", der Chancen auf eine Nomininierung für den Europäischen Filmpreis hat, ging es unter anderem um das Thema "Zeit". In dem Werk wird bildgewaltig von der Kölner Notärztin Rike (Susanne Wolff) erzählt, die von Gibraltar mit ihrem Segelboot eine lange Urlaubsreise zur Atlantikinsel Ascension Island antritt. Sie will allein sein, eine Auszeit von ihrem stressigen Job in Köln nehmen. Sich mit dem Meer und dem Wetter auf hoher See messen. Nach einem Sturm findet sie sich in unmittelbarer Nachbarschaft eines hoffnungslos überladenen Flüchtlingsboots wieder. Die Besatzung von mehreren Dutzend Menschen schwebt in akuter Lebensgefahr. Rike versucht, über Funk Rettung herbeizurufen, kann jedoch niemanden erreichen. Sie ist gezwungen, die Situation selbst in die Hand zu nehmen. Die deutsch-österreichische Koproduktion hatte bei der vergangenen Berlinale (68. Berliner Filmfestspiele) ihre Weltpremiere gefeiert. Sie wurde dort auch mit der Preis der ökumenischen Jury ausgezeichnet. Regisseur Wolfgang Fischer begrüßte in einer Videobotschaft aus Toronto die Festivalgäste in der Schlossberghalle: "Unser Film erzählt die Verwandlung einer starken Frau, die auf einem Segeltörn unvermittelt aus ihrer heilen Welt gerissen wird. Wir erleben anfangs unsere Hauptfigur als Notärztin, als eine professionelle Helferin, die am Ende in ein grausames Dilemma auf hoher See gerät und sukzessive die Kontrolle verliert." Drehbuchautorin Ika Künzel, die auch Lebensgefährtin von Fischer ist, berichtete über die Entstehung des Films, dessen Thematik von großer Aktualität ist.
Mit dem Thema Zeit setzt sich auch eine Installation der Dießener Wortkünstlerin Nuë Ammann auseinander, die zur Eröffnung im Foyer der Schlossberghalle präsentiert wurde. "Wenn Zeit Geld ist, ist es nicht verwunderlich, dass viele, die keine Zeit haben, sich entschließen, sich mehr Zeit zu nehmen." Mit diesem Satz lädt Nuë Ammann den Betrachter und Leser ihrer Text-Installation "Zeitgebunden" ein, sich auf eine gedankliche Achterbahnfahrt zu begeben auf der Suche nach dem Wesen der Zeit.
150 ausgewählte Filme, darunter zwei Uraufführungen, 19 Deutschlandpremieren, 26 Süddeutschlandpremieren und sechs Bayernpremieren werden in den kommenden zehn Festivaltagen (6. bis 15. September) zu erleben sein. Ehrengäste sind der Autor, Regisseur und Schauspieler Josef Bierbichler, Deutschlands wohl erfolgreichster Regisseur Dominik Graf und die Meisterin des Filmschnitts, Editorin Bettina Böhler. Insgesamt werden 120 Gäste (Produzenten, Schauspieler, Regisseure, Drehbuchautoren) erwartet, rund 100 Filmgespräche geführt.
12. Fünf Seen Filmfestival FSFF, 6. bis 15. September 2018 in Starnberg, Gauting, Seefeld und Weßling. Tickets und Informationen unter www.fsff.de


Susanne Wolff in STYX

Fsff-Eröffnung mit STYX-Drehbuchautorin Ika Künzel

FSFF-Eröffnungsfilm STyX im Rennen um den Europäischen Filmpreis

Das Hochseedrama "Styx", der diesjährige Eröffnungsfilm des Fünf Seen Filmfestivals FSFF, hat Chancen auf eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis. Nach Angaben der Europäischen Filmakademie sind insgesamt 49 Filme aus 35 Ländern im Rennen, darunter auch der Film "Styx" von Wolfgang Fischer. "Die Vorauswahl von 'Styx' für den Europäischen Filmpreis bestätigt die richtige Wahl unseres Eröffnungfilms. Jetzt hoffe ich um so mehr, dass dieser sehr berührende Film auch das Publikum des Fünf Seen Filmfestivals begeistern wird", betont FSFF-Festivalleiter Matthias Helwig. Zur Eröffnung des Fünf Seen Filmfestivals am 6. September in der Starnberger Schlossberghalle kommt "Styx"-Drehbuchautorin Ika Künzel. Regisseur Wolfgang Fischer wird in einer Videobotschaft das Festivalpublikum begrüßen.

In "Styx" wird eine Frau auf einem Segeltörn mit dem Leid der Bootsflüchtlinge konfrontiert. Bildgewaltig erzählt der Film von der Kölner Notärztin Rike (Susanne Wolff), die von Gibraltar mit ihrem Segelboot eine lange Urlaubsreise zur Atlantikinsel Ascension Island antritt. Sie will allein sein, eine Auszeit von ihrem stressigen Job in Köln nehmen. Nach einem Sturm findet sie sich in unmittelbarer Nachbarschaft eines hoffnungslos überladenes Flüchtlingsboots wieder. Die Besatzung von mehreren Dutzend Menschen schwebt in akuter Lebensgefahr. Rike versucht, über Funk Rettung herbeizurufen, kann jedoch niemanden erreichen. Sie ist gezwungen, die Situation selbst in die Hand zu nehmen. Die deutsch-österreichische Koproduktion hatte bei der vergangenen Berlinale (68. Berliner Filmfestspiele) in der Sektion Panorama Weltpremiere gefeiert.

Matthias Helwig: "'Styx' ist der richtige Film zur richtigen Zeit. Vor drei Jahren haben wir das Fünf Seen Filmfestival mit 'Schweizer Helden' eröffnet. Auch damals der richtige Film zur richtigen Zeit. Damals war es ein klares Statement für die Hoffung auf Menschlichkeit. Drei Jahre später hat sich vieles verändert. Was politisch unmöglich schien, ist plötzlich wieder möglich geworden. Rasch hingeworfene, unreflektierte Parolen erfahren eine ungeahnte Öffentlichkeit und massenhafte Verbreitung. Die Freiheit und auch die Demokratie scheinen dem Primat der kurzfristigen Sicherheit nachgeordnet zu werden. Die Vernunft kommt mehr und mehr abhanden, das sie als kompliziert oder gar nicht mehr fassbar erscheint. Gleichzeitig lässt das immer schneller hastende Streben nach noch mehr Wohlstand und der daraus bedingte Druck durch nicht erledigte Aufgaben keinen Moment des Überlegens oder Innehaltens zu. Von alldem erzählt 'Styx'."

"Unser Film erzählt die Verwandlung einer starken Frau, die auf einem Segeltörn unvermittelt aus ihrer heilen Welt gerissen wird. Wir erleben anfangs unsere Hauptfigur als Notärztin, als eine professionelle Helferin, die am Ende in ein grausames Dilemma auf hoher See gerät und sukzessive die Kontrolle verliert", erläutert Wolfgang Fischer. "Styx behandelt den individuellen Traum vom Paradies und umkreist die zentrale Frage nach der Bestimmung der eigenen Identität. Wer wollen wir sein? Wer sind wir? Wer müssen wir sein.?"

Der Europäische Filmpreis wird am 15. Dezember in Sevilla verliehen. Ausgezeichnet werden neben dem besten Spielfilm auch die besten Schauspieler, Regisseure und Drehbuchschreiber. Die Nominierungen werden am 10. November bekanntgegeben. Auf dem Fünf Seen Filmfestival ist "Styx" am 7. September auch Thema des Werkstattgesprächs in der Reihe Fokus Drehbuch (19 Uhr, Kino Breitwand Gauting). Am Eröffnungstag (6.9.) ist der Film außerdem noch in den Breitwand Kinos Seefeld (20 Uhr) und Starnberg 20.30 Uhr) zu sehen sowie am 7. September im Breitwand Kino Gauting (20.30 Uhr).

Hauptpartner des fsff sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind BR, B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.

Information: www.fsff.de

Zeitpunkte

Zeitpunkte

12. Fünf Seen Filmfestival 2018

Vom 6. bis 15. September 2018 wird das 12. Fünf Seen Filmfestival als "Internationales Festival des mitteleuropäischen Films" veranstaltet. Thema ist in diesem Jahr "Zeit".

6. 9 Eröffnungsfeier: Film Styx von Wolfgang Fischer (Schlossberghalle Starnberg , Empfang ab 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr).

7.9. Weltpremiere "Joy in Iran" von Walter Steffen (Schlossberghalle Starnberg, 19.30 Uhr)

7.9. Werkstattgespräch: Autoren lesen zu ihrem Film (Gauting, 19 Uhr)

7. 9. Dichtung und Film: Herrschaftszeiten, jetzt schlägt `s Dreizehn mit Anton G. Leitner und Thomas Grasberger. Im Anschluss: "Servus Bayern" (Gauting, 19.30 Uhr)

8.9. Drehbuchpanel (Schlossberghalle Starnberg, 16 Uhr)

8.9. und 9.9. Dominik Graf, ist bei seinem neuen Film "Hanne" mit Iris Berben und seinen Filmen "Die geliebten Schwestern", "Die Sieger" und "München-Geheimnisse einer Stadt" anwesend.

9.9. Josef Bierbichler ist zu seinem Film "Zwei Herren im Anzug" zu Gast. Filmgespräch am See: Josef Bierbichler und Dominik Graf sprechen über "Verfilmte Zeit" (Politischen Akademie Tutzing, 14 Uhr)

9.9. Konzert Abi Wallenstein und Ludwig Seuss. Im Anschluss: "Namrud" (Schlossberghalle Starnberg, 19.30 Uhr)

10.9. Josef Bierbichler liest aus seinem Roman "Mittelreich" (Schlossberghalle Starnberg)

11.9. legendäre Dampferfahrt mit Open Air-Kurzfilmpreisverleihung (18.30 Uhr, MS Starnberg)

12.9. Josef Bierbichler begleitet seinen Film "Triumph der Gerechten"

12.9. Dichtung und Film: Schneller. langsam. Schlendernde Poesie in rasenden Zeiten mit Anton G. Leitner, Nicola Bardola und Gabriele Trinckler. Im Anschluss : "Paterson" (Seefeld, 19.30 Uhr)

12.9. Empfang Südtirol (Starnberg, 19 Uhr)

12.9. Erik & Erika in Anwesenheit von Mariane Sägebrecht (Schlossberghalle Starnberg, 19.30 Uhr)

12.9. Auftakt Edgar Reitz Retrospektive (Starnberg, 20 Uhr)

13.9. Editorin Bettina Böhler - Meisterin der Montage - spricht mit dem BR-Kulturjournalisten Moritz Holfelder über "Rhythmus im Film" (begleitet von Filmausschnitten) (Evangelische Akademie Tutzing, ab 18 Uhr Beginn mit Empfang).

13.9. Jugendtheater, anschließend "Mackie Messer" (Schlossberghalle Starnberg, 19.30 Uhr)

14.9. Empfang FFF Bayern (16 Uhr, nur auf Einladung)

14. und 15.9. In Anwesenheit der Editorin Bettina Böhler werden die Filme "Western", "Transit" und "Charlotte Rampling - The Look" gezeigt.


14.9. "Meine Welt ist die Musik" mit Star-Komponist Christian Bruhn als Gast (Schlossberghalle Starnberg, 20 Uhr)

14.9. Diskussionsrunde über die Zukunft des Dokumentarfilms mit Produzentin Gabriele Bussmann und den Filmemacherinnen und Produzentinnen Alice Agneskirchner und Sandra Troste. (Kino Gauting 19 Uhr)

15. 9. Diskussion "Zukunft Kino" - Matthias Helwig mit den Produzenten Tobias Herrmann und Till Derenbach sowie den Regisseuren Edgar Reitz und Felicitas Darschin sowie YouTuber Stefe Heng (Kino Gauting 11.30 Uhr) .

15.9. Filmgespräch Wackersdorf "Demokratischer Protest gestern und heute" u.a. mit dem ehemaligen Landrat Hans Schuierer, bekanntester Gegner der WAA Wackersdorf (Kino Starnberg, 17 bis 18 Uhr)

15.9. Abschlussfeier (Schlossberghalle Starnberg, ab 20.30 Uhr)

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Motto des 12. Fünf Seen Filmfestivals ist "Zeit"

150 ausgewählte Filme - mehr als 250 Vorstellungen

12. Fünf Seen Filmfestival hat "Zeit" zum Thema

Das 12. Fünf Seen Filmfestival wird als "Internationales Festival des mitteleuropäischen Films" veranstaltet. Erstmals steht es unter einem Motto. Thema ist in diesem Jahr "Zeit". Vom 6. bis 15. September werden 150 ausgewählte Filme in Uraufführungen, Deutschlandpremieren, Süddeutschlandpremieren und Bayernpremieren mit Werkschauen, Diskussionen und Gesprächen zu erleben sein.
Das 12. Fünf Seen Filmfestival - in diesem Jahr mit neuem Termin vom 6. bis 15. September - steht erstmals unter einem Motto. Festivalleiter Matthias Helwig hat das Thema "Zeit" gewählt: "Zeit ist unweigerlich mit Anfang und Ende, Geburt und Tod verbunden. Das Leben dazwischen ist der Raum. Und das, was wir daraus machen, ist die Bewegung. Diese drei Themen, Zeit, Raum und Bewegung werden in den nächsten drei Fünf Seen Filmfestivals die Themen vorgeben. In diesem Jahr geht es um die Zeit. Zeit, die wir haben, Zeit, die uns fehlt, Zeit, die wir verlieren oder gewinnen, unsere Zeit neben der historisch ablaufenden Zeit. In allen Sektionen des Festivals wollen wir auf die unterschiedlichen Auswirkungen, Bedeutungen und Geheimnisse von Zeit Bezug nehmen." Am 9. September sprechen die diesjährigen Ehrengäste, Filmregisseur und Schauspieler Josef Bierbichler und Dominik Graf - einer der berühmtesten Regisseure Deutschlands - im Filmgespräch am See in der Politischen Akademie in Tutzing über "Verfilmte Zeit" (9.9.). Ein weiteres Filmgespräch wird es in der Evangelischen Akademie in Tutzing geben, über „Rhythmus als Herzschlag des Films“ mit der vielfach beachteten deutschen Editorin Bettina Böhler und dem BR-Kulturjournalisten Moritz Holfelder (13.9.). Außerdem stehen ein Panel zum Thema „Zeit zum Entwickeln eines Filmstoffes“ und eine Podiumsdiskussion über die Zukunft des Kinos unter dem Titel „Die Zeiten ändern sich“ auf dem Programm, an der die Filmregisseure Edgar Reitz, Norbert Lechner, Felicitas Darschin und ein YouTube-Spezialist teilnehmen (15.9.).

Das Thema "Zeit" interessiert Helwig aber auch selber: "Man wird älter, arbeitet rund um die Uhr, muss sich aber immer gerade deswegen wieder der Wertigkeit der Zeit bewusst werden. Im Film wurde das schon immer thematisiert, zu allen Zeiten. Wir werden also eine Retrospektive machen mit Filmen von Chaplin bis zu Christopher Nolan. Unser diesjähriger Ehrengast Josef Bierbichler hat mit der Verfilmung seines Romans „Mittelreich“ ebenfalls die Zeitdimensionen, hier an einem bayrischen See aufgenommen. In unserer Reihe „Odeon“ – den Filmen aus den verschiedensten Bereichen der schönen Künste werden wir das Vergehen oder auch Entstehen thematisieren, von „Servus Bayern“ zu „Paterson“, um nur mal zwei scheinbar weit auseinanderliegende Filme zu nennen, oder von „Moderne Zeiten“ zu „Sur“.
Venedig, Berlin, Cannes - die Filme, die auf den berühmtesten Filmfestivals der Welt Preise abgeräumt haben, sind auf dem Fünf Seen Filmfestival zu sehen. Im Fokus steht in diesem Jahr der Film aus Mitteleuropa. 150 ausgewählte Filme mit Werkschauen, Diskussionen und Gesprächen werden in mehr als 250 Vorstellungen auf insgesamt 13 Leinwänden in den Spielstätten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling zu erleben sein. Darunter zwei Uraufführungen, 19 Deutschlandpremieren, 26 Süddeutschlandpremieren und sechs Bayernpremieren. 20 internationale Filme sind bereits jetzt zu sehen, die erst im Herbst in den deutschen Kinos starten. Regisseure, Produzenten, Autoren und Schauspieler präsentieren ihre neuen Werke. Insgesamt werden mehr als 120 Gäste erwartet, rund 100 Filmgespräche geführt. Gastländer sind Indien, Südtirol und Taiwan.
Eröffnet wird das Festival am 6. September mit dem Hochsee-Drama "Styx" des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer. Zur Eröffnung kommt der bayerische Staatsminister für Digitales, Medien und Europa, Georg Eisenreich (CSU). "Das internationale Fünf Seen Filmfestival ist besonders: Mitten in der wunderbaren Natur- und Kulturlandschaft des Fünf-Seen-Lands, nah dran an der Münchner Film- und Medienszene, getragen von Engagement und Leidenschaft für den Film", betont Eisenreich. Dominik Graf ist am 8. und 9. September in Starnberg bei seinem neuen Film "Hanne" mit Iris Berben und seinen Filmen "Die geliebten Schwestern" und "München - Geheimnisse einer Stadt" anwesend. Josef Bierbichler ist am 9. September zu seinem aktuellen Film "Zwei Herren im Anzug" zugegen. Am 10. September wird er aus seinem Roman "Mittelreich" lesen und am 12. September seinen Film "Triumph der Gerechten" begleiten. In Anwesenheit von Editorin Bettina Böhler, der Meisterin der Filmmontage, werden die Filme "Western", "Transit" und "Charlotte Rampling - The Look" am 14. und 15. September gezeigt. Die legendäre abendliche Dampfer-Umrundung des Starnberger Sees mit Open-Air-Kurzfilmpreisverleihung wird am 11. September stattfinden. Auf dem schwimmenden Kino sind auf zwei Leinwänden die drei besten Kurzfilme des Festivals zu sehen. Das Publikum stimmt darüber ab.
Mit "Joy in Iran" von dem wohl populärsten Filmemacher des bayerischen Oberlandes, Walter Steffen, gibt es am 7. September eine Weltpremiere. Am 7.9. stehen außerdem Lyrik und Film mit dem Verskabarettisten Anton G. Leitner sowie "Tango im Kino" mit Ralf Satori (Herausgeber von Tango Global) auf dem Programm. Am 9. September kommt Abi Wallenstein nach Starnberg. Die Hamburger Blueslegende spielt mit dem Münchner Boogie- und Zydeco-Urgestein Ludwig Seuss - seit 1986 Mitglied der berühmten Spider Murphy Gang. Außerdem wird es den Auftakt zu einer großen Edgar Reitz-Retrospektive sowie eine Diskussion um das Politdrama Wackersdorf mit heute und damals politisch Verantwortlichen geben, u.a. mit dem ehemaligen Landrat Hans Schuierer. Zu der Filmvorführung von "Erik& Erika" wird die Schauspielerin Marianne Sägebrecht kommen.

Horizonte Filmpreis
In welcher Welt befinden wir uns? Wie können wir sie verbessern? Das sind die Themen des Horizonte-Wettbewerbs gepaart mit den philosophischen Fragen des Seins. Erstmals öffnet die Evangelische Akademie in Tutzing ihr Tore für das Fünf Seen Filmfestival. In diesem Jahr wird dort die Verleihung des Horizonte Filmpreises veranstaltet. Die Auszeichnung wurde von der Akademie gestiftet. Die Akademie ist auch Schauplatz des Filmgesprächs mit Editorin Bettina Böhler und BR-Kulturjournalist Moritz Holfelder über "Rhythmus im Film" (13.9.)
Fokus Drehbuch

In diesem Jahr beleuchtet die deutschlandweit einmalige Reihe Fokus Drehbuch das Festival-Thema "Zeit" mit den Facetten, die für DrehbuchautorInnen wichtig sind: Zeit für die Recherche und Stoffentwicklung, große Geschichten und erzählte Zeit. Beim Werkstattgespräch am 7. 9. werden zwei Drehbücher und die Entstehung der jeweiligen Filme vorgestellt. Eingeladen sind die Drehbuchautoren von "303" (Silke Eggert, Mitverfasserin) und "Styx" (Ika Künzel). Beide Filme spielen auf ganz unterschiedliche Art mit dem Thema Zeit. "Styx" propagiert zunächst einmal den Wunsch der Protagonistin nach Zeit für sich, in diesem Fall auf einem Solo-Segeltörn über den Atlantik. Dann aber die Zeit des Wartens und Bangens, des Hoffens und Zögerns, als ein völlig überladenes Flüchtlingsschiff gerettet werden soll. "303" hat die Zeit der Entwicklung einer Beziehung zum Thema. Zeit, die auf einer gemeinsamen Autofahrt gen Süden vergeht. Hier wird die Zeit kunstvoll gedehnt, bis es zum lang ersehnten Kuss kommt.

Odeon

Filme aus den Bereichen Architektur, Tango-Tanz, Theater, Lyrik, Musik und vor allem Video-Kunst werden in diesem Jahr von Gesprächen, Vorträgen oder Aufführungen begleitet. Ein eigener Wettbewerb zur experimentellen Videokunst - zusammengestellt von Roman Woerndl, Juschi Bannaski, Christoph Nicolaus und Rasha Ragab - findet nun schon traditionell am ersten Sonntag des Festivals, am 9. September im Kino Breitwand in Starnberg statt.
Um Literatur dreht es sich diesmal an zwei Lyrikabenden mit dem Verskabarettisten Anton G. Leitner, Ernst-Hoferichter-Preisträger Thomas Grasberger, der Schweizer Schriftstellerin Nicola Bardola und der Münchner Poetin Gabriele Trinckler. In Frederick Wisemanns tiefgehender Dokumentation "Ex Libris - The Public Library". "Die neue Nationalgalerie beleuchten zwei Architekten. Außerdem gibt es einen Film über den Erfinder des Bossa Nova sowie Porträts über den Musiker Jason Beck alias Chily Gonzales in "Shut up and play the piano" und über den Komponisten Christian Bruhn in "Musik ist meine Welt". Bruhn schrieb Ohrwürmer wie "Marmor, Stein und Eisen bricht" oder "Liebeskummer lohnt sich nicht". Zu "Namrud" über den israelisch-palästinensischen Musiker Jowan Safadi gibt es passend ein Konzert mit der Hamburger Blueslegende Abi Wallenstein und dem Münchner Urgestein Ludwig Seuss (seit 1987 Mitglied der Spider Murphy Gang).

Video-Art

Seit 2013 zeigt das Fünf Seen Filmfestival in Kooperation mit BRoWN Video-Art-Film internationale Videokunst und Künstlerfilme. Thema ist auch hier "Zeit". Zu sehen sind unter anderem "Time", "Paradise Lost", "Wasting Time", "Punkt" und "Pause".


Neun Wettbewerbe

Die besten Filme aus Mitteleuropa bewerben sich um den mit 5000 Euro dotierten Fünf Seen Filmpreis. Das Landratsamt Starnberg stiftete die Auszeichnung. Sofern es der erste oder zweite Film des Regisseurs/ der Regisseurin geht er ins Rennen um den mit 3000 Euro dotierten, von der Stadt Starnberg gestifteten Nachwuchspreis Perspektive Junges Kino. In der Jury für diese beiden Preise sitzen Markus Aicher, Johanna Bittenbinder, Felicitas Darschin, Till Derenbach, Tobias Hermann und Nobert Lechner. Die besten Dokumentarfilme bewerben sich um den von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg gestifteten Dokumentarfilmpreis (3000 Euro). Zeit ist auch hier das Thema. In diesem Jahr haben sich die RegisseurInnen Zeit genommen, um ihre ProtagonistInnen zu folgen und das Leben sichtbar zu machen, wie es ist. Auch beim von der Süddeutschen Zeitung gestifteten Publikumspreis (Panorama) stehen Filme aus den osteuropäischen Ländern im Vordergrund.

Venedig, Berlin, Cannes....

Teils preisgekrönte Filme von den berühmtesten Filmfestivals der Welt sind auf dem Fünf Seen Filmfestival FSFF zu sehen: u.a. "Asche ist reines Weiß" (Goldene Palme, Cannes), "Die Maske" (Silberner Bär, Berlin), "Glücklich wie Lazzaro" (Bestes Drehbuch, Cannes), "Hunting Season" (Gewinner Critic' s week, Venedig), "Las herederas - Die Erbinnen" (Silberner Bär, Berlin) "Sweet Country" (Spezial Jury Prize, Venedig), "Lemonade" (Berlin), "Styx" (Preis der Ökumenischen Jury, Berlin).


Hauptpartner des fsff sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Artechock und Seemagazin.

Information: www.fsff.de; facebook: fünf seen filmfestival

Staatsminister Georg Eisenreich kommt nach Starnberg

Prominenz zur Eröffnung

Der bayerische Staatsminister für Digitales, Medien und Europa, Georg Eisenreich (CSU), kommt zur Eröffnung des 12. internationalen Fünf Seen Filmfestivals FSFF nach Starnberg. "Das internationale Fünf Seen Filmfestival ist besonders: Mitten in der wunderbaren Natur- und Kulturlandschaft des Fünf-Seen-Lands, nah dran an der Münchner Film- und Medienszene, getragen von Engagement und Leidenschaft für den Film. Ich freue mich auf tolle Filme und Gespräche", betont Eisenreich. "Dass der bayerische Minister für Digitales, Medien und Europa kommt, ist eine Ehre für mich, denn es ist eine Wahrnehmung des Fünf Seen Filmfestivals von ganz oben", freut sich Festivalleiter Matthias Helwig.

Zur Eröffnung des diesjährigen Filmfestivals in der Starnberger Schlossberghalle wird das Hochsee-Drama "Styx" des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer gezeigt. In dem Film wird bildgewaltig von der Kölner Notärztin Rike (Susanne Wolff) erzählt, die zu einem Solo-Segeltörn über den Atlantik aufbricht und der nach einem Sturm ein völlig überladenes Flüchtlingsboot begegnet. Matthias Helwig: "Selten hat ein Eröffnungsfilm zum Fünf Seen Filmfestival gepasst wie dieser. Als ich "Styx" in Berlin bei der Weltpremiere sah, war ich schon fasziniert von ihm, weil er nicht nur eine allgemeine gesellschaftliche Problematik anspricht, sondern die uns allen innewohnende Suche nach dem richtigen Leben.

Cannes, Berlin, Venedig - die Filme der berühmtesten Filmfestivals der Welt nur vom 6. bis 15. September 2018 auf dem Fünf Seen Filmfestival fsff. Auch in diesem Jahr wartet das Fünf Seen Filmfestival wieder mit einem opulentem Programm auf: Im Fokus steht der Film aus Mitteleuropa. Motto ist "Zeit". Rund 150 Filme in Uraufführungen, Deutschlandpremieren und Süddeutschlandpremieren mit Werkschauen, Diskussionen und Gesprächen werden in mehr als 250 Vorstellungen auf insgesamt 13 Leinwänden (15 mit den Open Air-Kinos vom 26. Juli bis 15. August) in den Spielstätten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling zu erleben sein. Regisseure, Produzenten, Autoren und Schauspieler präsentieren ihre neuen Werke. Mit dem neuen Termin im September ist das FSFF die erste Festivalschau in Deutschland für den cineastischen Herbst mit mitteleuropäischen Filmen. 2017 hatte das Festival 20 000 Besucher. Zu den Open Air-Filmvorführungen in 2018 kamen bereits rund 8000 Kino-Fans.
Hauptpartner des fsff sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.

Information: www.fsff.de

Weltpremiere auf dem Fünf Seen Filmfestival

JOY IN RAN

Der neue Film von Walter Steffen zeigt die Arbeit der „Clowns ohne Grenzen“ und zeichnet ein außergewöhnliches Porträt von einem dämonisierten Land

Sie bringen Kinder wie Erwachsene zum Lachen, in Waisenhäusern, psychiatrischen Kliniken, Flüchtlingscamps oder auch in Schulen für Straßenkinder. Mit Humor und Menschlichkeit zaubern die Clowns „Hipp“,“Hepp“ und „Hupp“ alias Susie Wimmer (aus Weilheim), Andreas Schock und Dr. Monika Single Freude in die Gesichter ihrer Zuschauer. Mit der Kamera begleitete der Regisseur Walter Steffen die „Clowns ohne Grenzen“ auf ihrer Auftrittsreise durch den Iran. Nun feiert der neue Film des wohl bekanntestem Filmemacher im bayerischen Oberland Weltpremiere. Am 7. September wird JOY IN IRAN auf dem Fünf Seen Filmfestival in der Starnberger Schlossberghalle gezeigt. Im Vorprogramm sind die einmaligen Clowns "Hipp", "Hepp" und "Hupp" zu erleben. Am 10. September wird der Film ein zweites Mal auf dem Filmfestival präsentiert. Dazu eingeladen sind die Rotary Clubs der Region, die das Projekt finanziell unterstützt haben. Walter Steffen möchte sich dabei für die rotarische Hilfe bedanken.

JOY IN IRAN ist ein außergewöhnlicher, berührender und gleichzeitig sehr humorvoller Film, der ein bewegendes und vor allem menschliches Porträt des Iran zeichnet und im Gegensatz zu vielen aktuellen Medienberichten über dieses Land steht. "Selten habe ich so viel Glück gesehen, als während und nach den Auftritten der Clowns im Iran", betont Steffen. Der Film erzählt nicht nur von den intensiven, menschlichen Begegnungen, sondern auch die unglaublich wahre Geschichte des iranischen Tourguides Reza Abedini. Während der Reise wird der smarte junge Mann aus Teheran vom "Clowns-Virus" infiziert und steht am Ende vor seinen eigenen Landsleuten auf der Bühne. JOY IN IRAN ist eine filmische Reflektion über die Nächstenliebe und die heilsame Kraft von Humor und geteilter Freude - im Iran und anderswo auf der Welt.

"In den vergangenen fünf Jahren der Vorproduktion und schließlich mit den Dreharbeiten von JOY IN IRAN im Jahr 2017 wurde dieses Projekt für mich eine meiner wichtigsten Erfahrungen. Nicht nur weil ich im Iran inoffiziell drehen musste, da ich leider für mein Team und mich keine Journalisten-Visa erhielt, sondern auch weil ich während der Dreharbeiten eine meiner intensivsten und gleichzeitig glücklichsten Zeiten erleben durfte", berichtet Walter Steffen. "Die Menschen in diesem dämonisierten Land haben die Clowns und mich mit so viel Wärme, offenem Herzen und wahrhaftiger Gastfreundschaft empfangen, wie ich es trotz meiner vielen Reisen in viele Länder der Welt bisher noch nicht erlebt habe." Steffen hofft, dass sein Film national aber auch internationel dazu in der Lage sein wird, die Arbeit der "Clowns ohne Grenzen" dabei zu unterstützen, in den Krisengebieten der Welt Humor, Liebe und Freude zu verteilen.




Der in Seeshaupt am Starnberger See lebende Dokumentarfilmer hat mit seiner erfolgreichen Kinodokumentation HAPPY WELCOME schon einmal im Herbst 2015 die Arbeit der „Clowns ohne Grenzen“ porträtiert und sie damit stark gefördert. Damals zeigte Steffen auf, wie sie Freude in triste deutsche Flüchtlingsunterkünfte brachten. Die Clowns sind ähnlich wie „Ärzte ohne Grenzen“ weltweit unterwegs. Im Iran waren sie in Teheran, in der Region von Kerman und in der Pilgerstadt Maschhad im Osten des Landes unterwegs. Auch JOY IN IRAN ist ein soziales Kinofilm-Projekt, das die wichtige Arbeit der „Clowns ohne Grenzen“ in Deutschland und weltweit unterstützt. Durch den Film sollen möglichst viele Menschen von ihrem ehrenamtlichen Wirken für traumatisierte Kinder in Krisengebieten erfahren.

Auf dem Fünf Seen Filmfestival läuft der Film läuft in der Reihe Mitteleuropa - Publikumspreis.
Der deutsche Kinostart für JOY IN IRAN ist für Januar 2019 terminiert.

JOY IN IRAN, Weltpremiere mit den Mitwirkenden und dem Team am 7. September, 19.30 Uhr in der Schlossberghalle Starnberg, Vogelanger 2, 82319 Starnberg,
Vorprogramm mit den Clowns "Hipp", "Hepp" und "Hupp"


Cannes, Berlin, Venedig - die Filme der berühmtesten Filmfestivals der Welt nur vom 6. bis 15. September 2018 auf dem Fünf Seen Filmfestival fsff. Auch in diesem Jahr wartet das Fünf Seen Filmfestival wieder mit einem opulentem Programm auf: Im Fokus steht der Film aus Mitteleuropa. Motto ist "Zeit". Rund 150 Filme in Uraufführungen, Deutschlandpremieren und Süddeutschlandpremieren mit Werkschauen, Diskussionen und Gesprächen werden in mehr als 250 Vorstellungen auf insgesamt 15 Leinwänden (mit den Open Air-Kinos vom 26. Juli bis 15. August) in den Spielstätten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling zu erleben sein. Regisseure, Produzenten, Autoren und Schauspieler präsentieren ihre neuen Werke. Mit dem neuen Termin im September ist das FSFF die erste Festivalschau in Deutschland für den cineastischen Herbst mit mitteleuropäischen Filmen. 2017 hatte das Festival 20 000 Besucher. Zu den Open Air-Filmvorführungen in 2018 kamen bereits rund 8000 Kino-Fans.
Hauptpartner des fsff sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.

Information: www.fsff.de

Werkstattgepräch, Drehbuchpanel und DACHS Drebuchpreis

Fokus Drehbuch

Kein Drehbuch. Kein Film. Deshalb organisiert der Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. gemeinsam mit dem FSFF und der Mixtvision Mediengesellschaft mbH drei Veranstaltungen auf dem Fünf Seen Filmfestival, bei denen Drehbücher und deren AutorInnen im Mittelpunkt stehen: Ein Werkstattgespräch (moderiert von Brigitte Drodtloff, Vorstand Verb. Deutscher Drehbuchautoren), das Drehbuchpanel und der Empfang der DrehbuchautorInnen mit der Verleihung des DACHS - Drehbuchpreises.

In diesem Jahr beleuchtet die deutschlandweit einmalige Reihe Fokus Drehbuch das Festival-Thema Zeit mit den Facetten, die für DrehbuchautorInnen wichtig sind: Zeit für die Recherche und Stoffentwicklung, große Geschichten und erzählte Zeit. Beim Werkstattgespräch werden zwei Drehbücher und die Entstehung der jeweiligen Filme vorgestellt. Eingeladen sind die Drehbuchautoren von "303" (Silke Eggert, Mitverfasserin) und "Styx" (Ika Künzel). Beide Filme spielen auf ganz unterschiedliche Art mit dem Thema Zeit. "Styx" propagiert zunächst einmal den Wunsch der Protagonistin nach Zeit für sich, in diesem Fall auf einem Solo-Segeltörn über den Atlantik. Dann aber die Zeit des Wartens und Bangens, des Hoffens und Zögerns, als ein völlig überladenes Flüchtlingsschiff gerettet werden soll.
"303" hat die Zeit der Entwicklung einer Beziehung zum Thema. Zeit, die auf einer gemeinsamen Autofahrt gen Süden vergeht. Hier wird die Zeit kunstvoll gedehnt, bis es zum lang ersehnten Kuss kommt.

Drehbuchpanel - Bewegte Zeit

Der Umgang mit Zeit ist eine der größten Herausforderungen im filmischen Storytelling, genauso wie die Abbildung von Zeit - von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Zeit wird durch Erzählen formbar. Wir leben in einer hektischen Zeit. Filmemacher saugen Stimmungen und Umwälzungen auf, filtern sie durch ihre eigenen Emotionen und drücken sie in Schrift und Bild aus, um aus bewegter Zeit eine bewegende Zeit auf der Leinwand zu machen. Wie behandeln wir Zeit? Wie gehen filmische Erzählungen mit der Zeit um? Wie bekommen wir mehr Zeit fürs Erzählen?
Moderatorin Brigitte Drodtloff (Vorstand Verband Deutscher Drehbuchautoren) diskutiert diese Fragen mit den Gästen Miriam Düssel (Produzentin), Florian Gallenberger (Regisseur) Dr. Claudia Gladziejewski (Produzentin und Redakteurin) Stefan A. Lukacs (österr. Filmregisseur und Drehbuchautor) und Udo Wachtveitl (Schauspieler/Tatortkommissar, Regisseur und Drehbuchautor).


DACHS Drehbuchpreis - aus Deutschland "Das schweigende Klassenzimmer", "STYX" und "303" nominiert

Zum zweiten Mal wird auf dem Fünf Seen Filmfestival der DACHS Drehbuchpreis für das beste Drehbuch eines Films aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol verliehen. Der mit 3000,- Euro dotierte Preis wird von der Mixtvision Mediengesellschaft mbH gestiftet und beim Empfang der Drehbuchautoren am 8. September am Starnberger See verliehen. Nominiert sind in diesem Jahr aus Deutschland "Das schweigende Klassenzimmer", "Styx" und "303". Aus Österreich "Gatekeeper", aus der Schweiz "Blue my Mind" und aus Südtirol "In my Room". Die Preisträger werden von einer Jury bestimmt. In ihr sind in diesem Jahr Dirk Ahner (Drehbuch- und Kinderbuchautor), Benedikt Röskau (Drehbuchautor) und Nathalie Spinell (Schauspielerin und Regisseurin).



Cannes, Berlin, Venedig - die Filme der berühmtesten Filmfestivals der Welt nur vom 6. bis 15. September 2018 auf dem Fünf Seen Filmfestival fsff. Auch in diesem Jahr wartet das Fünf Seen Filmfestival wieder mit einem opulentem Programm auf: Im Fokus steht der Film aus Mitteleuropa. Motto ist "Zeit". Rund 150 Filme in Uraufführungen, Deutschlandpremieren und Süddeutschlandpremieren mit Werkschauen, Diskussionen und Gesprächen werden in mehr als 250 Vorstellungen auf insgesamt 15 Leinwänden (mit den Open Air-Kinos vom 26. Juli bis 15. August) in den Spielstätten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling zu erleben sein. Regisseure, Produzenten, Autoren und Schauspieler präsentieren ihre neuen Werke. Mit dem neuen Termin im September ist das FSFF die erste Festivalschau in Deutschland für den cineastischen Herbst mit mitteleuropäischen Filmen. 2017 hatte das Festival 20 000 Besucher. Zu den Open Air-Filmvorführungen in 2018 kamen bereits rund 8000 Kino-Fans.
Hauptpartner des fsff sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.

Information: www.fsff.de

Preisverleihung und Filmgespräch

Horizonte Filmpreis

In welcher Welt befinden wir uns? Wie können wir sie verbessern? Wo Hoffnung finden? Das sind die Themen des Horizonte-Wettbewerbs des Fünf Seen Filmfestivals gepaart mit den philosophischen Fragen nach dem Sein. Erstmals öffnet die Evangelische Akademie in Tutzing ihre Pforten für das Fünf Seen Filmfestival, in diesem Jahr für die Verleihung des Horizonte Filmpreises, der auch von der Evangelischen Akademie gestiftet wird.

Vergangenheit, Herkunft, aber auch Vergänglichkeit und der Tod werden in drei Filmen als Thema aufgenommen: "Copy, Paste, Delete", "Das Leben vor dem Tod" und "Kinder unter Deck. Unsere nächste Umweld, die Flüchtlingspolitik, die Konsequenz aus dem hemmungslos herrschenden Kapitalismus mitsamt seiner Forderung an die Genetik beschäftigen die Filmemacher in "Bittere Ernte", "Dark Eden", "Genesis 2.0" und "Willkommen in der Schweiz". Einen positiven Gegenentwurf findet Fernand Melgar "In der Philosophenschule", einer Einrichtung für behinderte Kinder. Es geht um den Menschen und seine großartigen Fähigkeiten.

Nach der Preisverleihung findet ein Gespräch zwischen Ehrengast Bettina Böhler, der Meisterin des Filmschnitts und BR-Kulturjournalist Moritz Holfelder statt. Thema dieses Gesprächs ist "Am Herzschlag des Films, der Schnitt als Rhythmusgeber". Anhand von drei Filmausschnitten aus der Arbeit von Bettina Böhler wird über das Editieren des Filmmaterials diskutiert. Wie wird es zusammengefügt? Was wird weggelassen und aus welchem Grund? Was ist nötig für Dramatik und Aussage des Films?

Bettina Böhler gilt als Meisterin der Montage, als große Unsichtbare des deutschen Kinos. Jüngst hat sie Christian Petzolds wunderbaren Film "Transit" geschnitten. Seit weit mehr als 30 Jahren montiert Bettina Böhler Filme. "Der Begriff Cutter entstand nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland. Vorher hießen wir Schnittmeister", sagte Böhler einmal in einem Zeitungsinterview. Ein Cutter sei ein Teppichmesser. "Mit dem habe ich nie gearbeitet. Wir zertrennen das Material nicht, sondern fügen es zusammen. Unsere Arbeit ist Montage." Als Filmeditorin war Böhler auch für Nicolette Krebitz, Oskar Roehler, Margarethe von Trotta, Najwa Najjar, Angelina Maccarone, Thomas Arslan, und Susanna Salonen tätig. Im Jahr 2000 wurde sie mit dem deutschen Schnittpreis ausgezeichnet, 2007 mit dem Bremer Filmpreis und Femina Filmpreis sowie 2012 mit dem Preis der Deutschen Filmkritik.


Cannes, Berlin, Venedig - die Filme der berühmtesten Filmfestivals der Welt nur vom 6. bis 15. September 2018 auf dem Fünf Seen Filmfestival fsff. Auch in diesem Jahr wartet das Fünf Seen Filmfestival wieder mit einem opulentem Programm auf: Im Fokus steht der Film aus Mitteleuropa. Motto ist "Zeit". Rund 150 Filme in Uraufführungen, Deutschlandpremieren und Süddeutschlandpremieren mit Werkschauen, Diskussionen und Gesprächen werden in mehr als 250 Vorstellungen auf insgesamt 15 Leinwänden (mit den Open Air-Kinos vom 26. Juli bis 15. August) in den Spielstätten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling zu erleben sein. Regisseure, Produzenten, Autoren und Schauspieler präsentieren ihre neuen Werke. Mit dem neuen Termin im September ist das FSFF die erste Festivalschau in Deutschland für den cineastischen Herbst mit mitteleuropäischen Filmen. 2017 hatte das Festival 20 000 Besucher. Zu den Open Air-Filmvorführungen in 2018 kamen bereits rund 8000 Kino-Fans.
Hauptpartner des fsff sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.

Information: www.fsff.de

Zwei poetische Abende mit Verskabarettist Anton G. Leitner

Dichtung und Film

Herrschaftszeiten, jetzt schlägts Dreizehn! Ein bairischer Abend mit Pfeffer am 7. September im Kino Breitwand in Gauting

Thomas Grasberger spürt in seinen BR-Fernsehdokumentationen und Rundfunkfeatures sowie in seinen Büchern allen Aspekten des bairischen Lebensgefühls nach. Der hintergründige Ernst-Hoferichter-Preisträger trifft auf ein literarisches Urgestein aus dem Starnberger Fünf-Seen-Land, den Verskabarettisten und international renommierten Poesieherausgeber Anton G. Leitner. Wenn die beiden Münchner Turmschreiber loslegen, bleibt keine Lederhose ungeschoren …

Anschließend:
Servus Bayern
D 1977 / 1978 | 84 Min. | Buch und Regie: Herbert Achternbusch | Darsteller: Herbert Achternbusch, Annamirl Bierbichler, Josef Bierbichler, Franziska Walser u. a.

In Achternbuschs poetischer Tragikomödie flieht ein gescheiterter Dichter und Wilderer nach Grönland, um der Kälte im weiß-blauen Freistaat zu entkommen.


Schneller langsam. Schlendernde Poesie in rasenden Zeiten
am 12. September im Kino Schloss Seefeld

Die Poesie schöpft ihre Kraft nicht nur aus schnellen Rhythmen, sondern gewinnt ihren Zauber insbesondere aus der stillen Beobachtung des Kleinen und Unscheinbaren. Der Schweizer Schriftsteller und Literaturkritiker Nicola Bardola verfasste neben zahlreichen Gedichten vieldiskutierte Romane wie »Patt« und »Schlemm« sowie Biographien zu John Lennon oder Yoko Ono. Zusammen mit der Münchner Poetin Gabriele Trinckler und dem vielfach ausgezeichneten Lyriker Anton G. Leitner spürt er dem Lauf der Zeit nach.

Anschließend:
Paterson
USA, 2016 | 123 Min. | Buch und Regie: Jim Jarmusch | Darsteller: Adam Driver, Golshifteh Farahani, Barry Shabaka Henley, Rizwan Manji, Masatoshi Nagase u. a.

Der Busfahrer Paterson lebt in der gleichnamigen Kleinstadt in New Jersey und schreibt Tag für Tag in seiner Mittagspause Gedichte. Während er der Ruhepol ist, um den die Stadt kreist, jagt seine Ehefrau Laura wilden Träumen hinterher. Patersons Gedichte verfasste der bekannte US-amerikanische Lyriker Ron Padgett eigens für den Film, der von vielen weiteren dichterischen Bezügen durchzogen ist, denn schließlich setze bereits William Carlos William der Stadt Paterson ein fünfbändiges poetisches Denkmal.

Die Reihe »Dichtung + Film« ist eine Veranstaltung des Fünf Seen Filmfestivals (www.fsff.de) in Kooperation mit der Zeitschrift DAS GEDICHT(www.dasgedicht.de). Mit freundlicher Unterstützung des Landratsamts Starnberg.

Nicola Bardola, 1959 in Zürich geboren, veröffentlichte als Student an der Universität Bern erste Gedichte und schrieb 1984 an der Universität Zürich im Fach Germanistik seine Lizentiatsarbeit über Theorien moderner Lyrik (u. a. zu Nicolas Born, Rolf Dieter Brinkmann, Jürgen Theobaldy). Seither lebt er in München, wo er seine Kolumne »Lyrik Revue« zunächst für das Münchner BuchMagazin betreute und für die Süddeutsche Zeitung sowie die NZZ schrieb. Neben vieldiskutierten Romanen wie »Patt« und »Schlemm« sowie Biographien zu John Lennon oder Yoko Ono veröffentlichte er Gedichte in Zeitschriften und Anthologien, übersetzte Eugenio Montale ins Deutsche und war Mitbegründer der Initiative Junger Autoren (IJA). Internet: www.bardola.de

Thomas Grasberger (54) lebt als Journalist und Autor in München. In seinen Radiofeatures, Fernsehdokumentationen und Büchern wie »Gebrauchsanweisung für München«, »Grant – der Blues des Südens«, »Stenz – die Lust des Südens« und »Flins – das Geld des Südens« spürt er dem bairischen Lebensgefühl nach. Grasberger wurde 2017 mit dem »Ernst-Hoferichter-Preis« ausgezeichnet und im selben Jahr zur renommierten Literatenvereinigung »Münchner Turmschreiber« berufen.
Internet: www.thomasgrasberger.de

Anton G. Leitner, geboren 1961 in München, publizierte bislang zwölf lyrische Einzeltitel, zuletzt »Schnablgwax. Bairisches Verskabarett«. In seinem Verlag in Weßling gibt er seit 1993 die buchstarke Zeitschrift DAS GEDICHT heraus, die von Herbst 2017 bis Sommer 2018 bundesweit ihr 25. Jubiläum feierte. Darüber hinaus edierte er über vierzig Anthologien. Mit seiner Sammlung »Ois is easy. Gedichte aus Bayern« hat er den weiß-blauen Freistaat lyrisch neu kartografiert. Zuletzt erschienen bei Reclam seine Sammelbände »Heimat. Gedichte« (2017) und »Der Himmel von morgen. Gedichte über Gott und die Welt« (2018). Leitner wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem V. O. Stomps-Preis der Stadt Mainz, dem Bayerischen Poetentaler und zuletzt mit dem Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung (2016). Er ist Mitglied der Münchner Turmschreiber.
Internet: www.AntonLeitner.de und www.dasgedicht.de

Gabriele Trinckler, geboren 1966 in Berlin, lebt seit 1999 in München. Sie arbeitet als Verlagsassistentin und Lektorin im Anton G. Leitner Verlag, Weßling. Außerdem ist sie Redakteurin der Zeitschrift DAS GEDICHT. 2018 erschien ihr jüngstes Lyrikbändchen »hase im grübchen« im Rahmen des Projekts »Literaturautomat« in Düsseldorf. Sie ist Herausgeberin von bislang dreizehn Anthologien, u. a. im dtv: »Gedichte für Reisende« und »Weihnachtsgedichte« (beide zusammen mit Anton G. Leitner).









Dichtung und Film:

Herrschaftszeiten, jetzt schlägts Dreizehn!
Ein bairischer Abend mit Pfeffer
Fr, 7.9.2018, 19:30 Uhr im Kino Breitwand Gauting
(Bahnhofplatz 2, 82131 Gauting), Eintritt: € 15,-


Schneller langsam.
Schlendernde Poesie in rasenden Zeiten
Mi, 12.9.2018, 19:30 Uhr im Kino Breitwand Schloss Seefeld
(Schloßhof 7, 82229 Seefeld-Hechendorf), Eintritt: € 15,-


Das Fünf Seen Filmfestival findet seit 2006 Jahren in einer der schönsten Regionen Deutschlands im Fünfseenland südlich von München statt. Es ist das einzige deutsche Festival für den mitteleuropäischen Film. Schwerpunkt sind Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Die Förderung des Filmnachwuchses und die Verankerung heutiger Filme in der Filmgeschichte und in der Gese llschaft sind feste Bestandteile des Festivals, genauso wie Branchentreffen und –gespräche am See. Motto ist 2018 "Zeit". Rund 150 Filme in Uraufführungen, Deutschlandpremieren und Süddeutschlandpremieren mit Werkschauen, Diskussionen und Gesprächen werden in mehr als 300 Vorstellungen auf insgesamt 15 Leinwänden in den Spielstätten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling zu erleben sein. Mit dem neuen Termin im September ist das FSFF die erste Festivalschau in Deutschland für den cineastischen Herbst mit mitteleuropäischen Filmen. 2017 hatte das Festival 20 000 Besucher.
Hauptpartner des FSFF sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.


Information: www.fsff.de

8000 Besucher beim FSFF-Kino Open Air

Gelungener Festivalauftakt

Filmgenuss in lauer Sommernacht direkt an den Seen: Das diesjährige Kino Open Air des Fünf Seen Filmfestivals FSFF war ein großer Erfolg. Zu den 20 Open Air-Tagen im Seebad Starnberg und beim Augustiner am Wörthsee kamen bei teils hochsommerlichem Wetter rund 8000 Kinofans. Festivalleiter Matthias Helwig sprach von einer überaus gelungenen Veranstaltungsreihe, die alle Erwartungen übertraf: "Ein wunderbarer Auftakt zum eigentlichen Filmfestival im September", freut sich Helwig. "Die Besucher in Wörthsee hätten sich am liebsten eine Fortsetzung des Open Air gewünscht." Helwig bedankt sich beim Seebad Starnberg, der Stadt Starnberg und der Gemeinde Wörthsee und hofft auch im kommenden Jahr, wieder die Genehmigung für dieses sommerliche Kino-Event zu bekommen.
Vom 26. Juli bis 5. August waren am Starnberger See und am Wörthsee insgesamt 20 Filmvorführungen veranstaltet worden. Wetterbedingt gab es keinen einzigen Ausfall. An jedem Tag lief wie im Programm angekündigt ein Film. Auch die wenigen Abende, an denen es regnete, konnten die Open Air-Fans nicht schrecken.
Am besten besucht waren "Sauerkrautkoma" mit Bayerns beliebtestem Dorfpolizisten Franz Eberhofer, "Mamma Mia! Here we go again" sowie "Weit", der Film über Patrick und Gwen, ein Paar, das, ohne zu fliegen, einmal die Welt umrundete. Ein Highlight war das Filmgespräch mit Elmar Wepper, der zusammen mit Regisseur Florian Gallenberger seinen neuen Film "Grüner wird ´s nicht" im Seebad Starnberg vorstellte. Zum Abschluss gab es noch einen Überraschungsgast: Der Kabarettist Otto Göttler spielte beim Augustiner am Wörthsee zur Preview des Politdramas "Wackersdorf" von Oliver Haffner das damalige Anti-Atom-Lied des "Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinns".


Das Fünf Seen Filmfestival findet seit 2006 Jahren in einer der schönsten Regionen Deutschlands im Fünfseenland südlich von München statt. Es ist das einzige deutsche Festival für den mitteleuropäischen Film. Schwerpunkt sind Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Die Förderung des Filmnachwuchses und die Verankerung heutiger Filme in der Filmgeschichte und in der Gesellschaft sind feste Bestandteile des Festivals, genauso wie Branchentreffen und –gespräche am See. Motto ist 2018 "Zeit". Rund 150 Filme in Uraufführungen, Deutschlandpremieren und Süddeutschlandpremieren mit Werkschauen, Diskussionen und Gesprächen werden in mehr als 300 Vorstellungen auf insgesamt 15 Leinwänden in den Spielstätten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling zu erleben sein. Mit dem neuen Termin im September ist das FSFF die erste Festivalschau in Deutschland für den cineastischen Herbst mit mitteleuropäischen Filmen. 2017 hatte das Festival 20 000 Besucher.
Hauptpartner des FSFF sind die Bayerische Staatskanzlei, FFF Bayern, die Stadt Starnberg, der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Starnberg, die Kreissparkasse und das Kino Breitwand. Die Hauptmedienpartner sind B2 und SZ, Medienpartner der Kreisbote, Blickpunkt Film, Arteschock und Seemagazin.

Fünf Seen Filmpreis geht an GENESIS von Árpád Bogdán

12. Fünf Seen Filmfestival großer Erfolg

Das 12. Fünf Seen Filmfestival (6. bis 15.9. 2018), das wohl größte kulturelle Ereignis in der Region, war ein großer Erfolg. Etwa 120 Filmschaffende stellten ihre neuen Werke persönlich vor. Die Gewinner der Sektionen Fünf Seen Filmpreis, Perspektive Junges Kino, Dokumentarfilmpreis, Publikumspreis, Short Plus und Video Art-Preis wurden bei der Abschlussfeier am Samstagabend gekürt. Festivalleiter Matthias Helwig zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem diesjährigen Festival. Der neue Termin im September habe funktioniert. Auch 2019 wird das Festival im September veranstaltet. Dann unter dem Motto "Raum".

Das 12. Fünf Seen Filmfestival - diesmal mit Termin im September - war ein großer Erfolg. Rund 19 000 Filmfans kamen während der zehn Festivaltage in die Spielstätten in Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling. Rund 120 Filmschaffende stellten ihre Werke auf dem nach München und Hof wichtigsten Filmfestival in Bayern persönlich vor, unter ihnen die Ehrengäste Schauspieler, Autor und Regisseur Josef Bierbichler, Deutschlands wohl erfolgreichster Regisseur Dominik Graf und Editorin Bettina Böhler, die "Meisterin des Schnitts". Gut 100 Filmgespräche wurden geführt, 150 ausgewählte Filme in 276 Vorstellungen präsentiert.
Festivalleiter Matthias Helwig zeigte sich sehr zufrieden: "Die Verlagerung in den September hat funktioniert. Unsere Festivalfreunde haben den neuen Termin angenommen. Und auch das Wetter hat mitgespielt. Wir hatten teils noch sehr sommerliche Stimmungen mit wunderschönem Septemberlicht. Ein Höhepunkt war wieder die schon legendäre cineastische Dampferfahrt auf dem Starnberger See mit der Open-Air-Kurzfilmverleihung und rund 400 Besuchern, ein Event, das deutschlandweit in der Filmfestivallandschaft einzigartig ist." Besonders freue es ihn, dass viele Filme gut besucht waren so wie STYX, DER KLANG DER STIMME, JOY IN IRAN oder WACKERSDORF. Überaus gut angenommen wurde die Kurzfilmreihe in den Spielstätten Kino Breitwand in Gauting und Pfarrstadl in Weßling, mit insgesamt 300 Zuschauern. "Sehr erfreulich war zudem, dass sich viele Menschen Zeit für unsere Zeit-Reihe genommen haben", betonte Helwig weiter. Der "Zeit" war eine Retrospektive gewidmet. Neun ausgewählte Filme, die sich mit dem Phänomen "Zeit" auf denkbar unterschiedliche Weise befassten, wurden auf dem Festival präsentiert, darunter ZWÖLF UHR MITTAGS, der Charly Chaplin-Klassiker MODERNE ZEITEN und ES WAR EINMAL IN AMERIKA in der um 22 Minuten längeren Fassung.
Jurymitglieder und Filmschaffende lobten gleichermaßen wieder die außergewöhnlich hohe Qualität des Festivalprogramms mit hochspannenden Podiumsdiskussionen und Filmgesprächen sowie zwei Uraufführungen, 19 Deutschlandpremieren, 26 Süddeutschlandpremieren und sechs Bayernpremieren. Der Fokus des Festival lag auf dem Film aus Mitteleuropa: Das Filmland Schweiz präsentierte sich mit insgesamt zwölf Produktionen, davon allein mit fünf Deutschlandpremieren. Österreich zeigte acht Produktionen, davon eine Deutschlandpremiere sowie zwei Süddeutschlandpremieren. Auch im kommenden Jahr wird das Fünf Seen Filmfestival im September veranstaltet. Dann unter dem Motto "Raum". Als Eröffnungstermin für das 13. FSFF nannte Festivalleiter Matthias Helwig den 5. September 2019. (5. bis 14.09. 2019)
Am Samstagabend (15.9.), wurden die von den hochkarätig besetzten Jurys prämierten Filme in der Schlossberghalle Starnberg ausgezeichnet:
GENESIS (HU/2018) von Árpád Bogdán geht als Sieger im Hauptwettbewerb um den Fünf Seen hervor. "Mit glühender Intensität, ganz dicht an den Figuren erzählt, konfrontiert uns Regisseur Árpád Bogdán immer wieder mit erschütternd roher Gewalt und der universellen Frage, wer das Recht hat, über Leben und Tod zu entscheiden", heißt es in der Begründung der Jury. Mit dem Filmpreis "Perspektive Junges Kino" wurde LEMONADE (RO/CD/DE/SE 2018) von Ioana Uricaru ausgezeichnet. Der Dokumentarfilmpreis geht an PLAYING MEN (SI/KRO 2017) von Matjaz Invanisin. Mit dem Publikumspreis wurde DER AFFRONT (FR/CY/LE/US 2017) von Ziad Doueiri prämiert. Der Short Plus Award geht an DIE SPIELER (DE/2018) von Samuel Auer und der Video Art Preis an PARADISE LATER (2010) von Ascan Breuer.
Die Gewinner des DACHS-Drehbuchpreises, des Horizonte-Filmpreises und des Kurzfilmpreises waren schon während des Festivals gekürt worden. Den Dachs Drehbuchpreis gewann das Autorenteam Hans Weingartner und Silke Eggert von 303, der Horizonte Filmpreis ging an KINDER UNTER DECK von Bettina Henkel, der Kurzfilmpreis "Das goldene Glühwürmchen" an REALITÄT von Lucas Thiem.